Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Brandenburgs AfD verliert an Zustimmung
Brandenburg Brandenburgs AfD verliert an Zustimmung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:16 12.04.2019
Am 1. September wird der Landtag in Brandenburg neu gewählt. Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
Potsdam

Brandenburgs AfD verliert knapp fünf Monate vor der Landtagswahl an Zustimmung. Die Partei liegt mit 19 Prozent der Stimmen nur noch auf Platz drei hinter SPD und CDU und büßt im Vergleich zum September 2018 vier Prozentpunkte ein.

Das geht aus einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des RBB-Nachrichtenmagazins Brandenburg Aktuell und des Senders Antenne Brandenburg hervor. Befragt wurden vom 2. bis 6. April 1000 wahlberechtigte Brandenburger. Die AfD lag seit Herbst vorigen Jahres in mehreren Umfragen gleichauf mit der SPD auf Platz eins. Bei der Erhebung von Forsa im Auftrag der MAZ kamen beide auf 20 Prozent.

Große Gewinner: die Grünen

Die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Dietmar Woidke können nach dieser Umfrage mit 22 Prozent Platz eins halten und liegen damit knapp vor der Konkurrenz – trotz des Verlustes von einem Prozentpunkt gegenüber September. Die CDU liegt mit 20 Prozent der Stimmen kurz dahinter und verliert ebenfalls einen Prozentpunkt. Den büßt auch die Linke ein, die auf 16 Prozent kommt.

Der große Gewinner sind die Grünen, die fünf Prozentpunkte gewinnen und landesweit auf 12 Prozent steigen. Die FDP erreicht fünf Prozent und würde den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. Die Freien Wähler im Land, die bei einer Umfrage im Februar auf vier Prozent kam, wurde bei Infratest nicht extra aufgeführt.

• Auch interessant: AfD druckt Fehler auf Wahlplakat

In Brandenburg wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt. Davor sind am 26. Mai Kommunal- und Europawahlen.

Die derzeit regierende rot-rote Koalition hat nach der Umfrage keine Mehrheit mehr. Die SPD verliert gegenüber der Landtagswahl 2014 fast zehn Prozent; die Linke etwa zwei Prozent. SPD und Linke erreichen zusammen derzeit nur noch 38 Prozent – so niedrig war der gemeinsame Wert bei Infratest noch nie.

Eine Koalition nur noch mit drei Partnern?

Eine künftige Koalition ist aller Voraussicht nach auf drei Partner angewiesen. Nach dieser Umfrage käme ein Bündnis aus SPD, Linke und Grüne auf 50 Prozent der Stimmen und hätte eine knappe Mehrheit. Denkbar ist aber auch eine Koalition aus SPD, CDU und Grünen, die mit 53 Prozent etwas komfortabler wäre. Da weder CDU noch Linke ein gemeinsames Bündnis grundsätzlich ausschließen, ist auch eine dritte Konstellation möglich, die aber nur auf 47 Prozent käme: CDU, Linke und Grüne.

Obgleich SPD und Linke Einbußen erlitten, ist die Zufriedenheit der Brandenburger mit der Landesregierung leicht gestiegen. 51 Prozent der Befragten gab an, mit der Arbeit der Regierung zufrieden zu sein. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Herbst 2018.

In der Rangliste der beliebtesten Politiker im Land liegt der Ministerpräsident und designierte SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Dietmar Woidke, unangefochten vorn. 55 Prozent der Befragten sind zufrieden mit seiner Arbeit. Allerdings waren das zu Beginn der Wahlperiode im September noch 70 Prozent. Mit Woidkes Herausforderer, dem CDU-Landesvorsitzenden Ingo Senftleben, sind 25 Prozent der Befragten zufrieden. Senftleben will Woidke ablösen und mit seiner Partei stärkste Kraft werden.

Von Igor Göldner

Mehr Polizisten, ein kleinerer Landtag, ein Familiendarlehen nach ungarischem Vorbild sowie eine Rückbesinnung auf preußische Tugenden: Mit diesen Themen will die AfD in den Brandenburger Landtagswahlkampf ziehen.

09.04.2019

Auch wenn Wirtschaftsinstitute Erwartungen ins Wachstum einschränken: das Handwerk in Brandenburg hat dicke Auftragsbücher – besonders bei Bau. Allerdings investieren zu wenig in Neuerungen.

12.04.2019

Kurz nach 18 Uhr am Dienstag wurde das Hauptgebäude der Viadrina in Frankfurt (Oder) wieder geöffnet. Die Polizei Brandenburg stellte dort ein Paket mit Pyrotechnik sicher. Es gibt eine Anzeige gegen Unbekannt.

09.04.2019