Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Brandenburg Das sagen Brandenburgs Politiker zum Wahlergebnis in Thüringen
Brandenburg Das sagen Brandenburgs Politiker zum Wahlergebnis in Thüringen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:08 28.10.2019
Ingo Senftleben bei einer Pressekonferenz der CDU Brandenburg zwei Tage nach der Landtagswahl. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Potsdam

Der frühere brandenburgische CDU-Landeschef Ingo Senftleben hat sich nach der Landtagswahl in Thüringen für Gespräche zwischen CDU und Linkspartei ausgesprochen. „Denn ideologische Gräben wollen die Menschen nicht, deshalb sollten Linke und CDU auch Gespräche führen können“, sagte er dem „Handelsblatt“. Das Ergebnis in Thüringen sei eine Entscheidung der Wähler. „Dies ist zu akzeptieren und sollte nicht zu einer gegenseitigen Blockade führen.“ CDU-Spitzenkandidat Mike Mohring hatte allerdings vor der Wahl eine Zusammenarbeit sowohl mit der AfD als auch mit der Linkspartei ausgeschlossen.

Auch andere Brandenburger Politiker äußerten sich zu den Ergebnissen der Thüringen-Wahl. Die Linken-Landesvorsitzende Anja Mayer erklärte: „Das Ergebnis zeigt: Die Linke kann in Regierungsbeteiligungen überzeugen und sogar gewinnen. Das Ergebnis ist ein klarer Regierungsauftrag für Bodo Ramelow und für die Linke.“

Der AfD-Landesvorsitzende Andreas Kalbitz bemerkte: „Zum dritten Mal in diesem Jahr hat die AfD heute in Ostdeutschland ein unbestreitbar starkes Wahlergebnis eingefahren. Ich gebe mich allerdings keiner Illusion hin: Auch in Erfurt wird die Koalition der Wahlverlierer der Altparteien alles tun, um eine Regierungsbeteiligung der AfD zu verhindern.“

CDU-Landesgeschäftsführer Gordon Hoffmann fühlte sich an die Wahlabende in Brandenburg und Sachsen erinnert. „Die finale Zuspitzung im Wahlkampf hat dem Regierungschef auf der einen und der AfD auf der anderen Seite geholfen. Klar wird erneut, dass pauschales AfD-Bashing kein Rezept ist, es treibt der AfD zusätzlich Wähler in die Arme. Wichtig ist es, die Ursachen der Frustration zu beheben.“

Petra Budke und Clemens Rostock, Landesvorsitzende der Grünen, sagten: „Das ist natürlich kein zufriedenstellendes Ergebnis. Im strukturell für uns schwierigen Thüringen hat es uns die Polarisierung schwer gemacht, unseren Anteil an der guten Regierungsarbeit erfolgreich darzustellen. Die Regierungsbildung wird nicht einfach. Insbesondere die Linke mit Bodo Ramelow ist jetzt gefordert, nach Mehrheiten jenseits der klassischen Farbkonstellationen zu suchen.“

Mehr zur Landtagswahl in Thüringen

Von MAZonline

Der Pilzexperte Wolfgang Bivour warnt vor verdorbenen Pilzen aus dem Supermarkt. Bivour hatte im Auftrag des RBB 15 Stichproben begutachtet – und nur vier als unbedenklich eingestuft.

28.10.2019

Man sieht nichts auf dem PC: Daten werden nicht geladen. Da heißt es nur abwarten und Tee trinken. Zeit wird vertrödelt. Privatleute ärgern sich über lahmes Internet beim Streamen. Firmen kostet das richtig Geld.

28.10.2019

Mit großer Erleichterung präsentierten die Verhandler ihren Koalitionsvertrag, der allerdings inzwischen auf heftige Ablehnung stößt. Die Linke kritisiert die Kreditaufnahme von einer Milliarde Euro und den Freien Wählern fehlen klare Aussagen zu Altanschließer-Fällen. Der Grünen Jugend sind Passagen zu unkonkret.

28.10.2019