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Brandenburg Dieser Designer hat den Sanssouci-Euro gestaltet
Brandenburg Dieser Designer hat den Sanssouci-Euro gestaltet
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01:15 06.04.2019
Jordi Truxa hat an der Kunsthochschule Weißensee studiert. Quelle: Foto: privat
Potsdam

Es gibt nicht viele Künstler, deren Werk in einer Auflage von 30 Millionen Stück erscheint. Auf einer neuen Zwei-Euro-Münze, die aber erst in den nächsten Monaten in den Umlauf kommt, finden sich die winzigen Buchstaben „J“ und „T“.

Sie stehen für Jordi Truxa, so heißt der Gestalter der Vorderseite. Er wohnt in Neuenhagen (Märkisch-Oderland). Neben seinem Monogramm steht in Großbuchstaben „Brandenburg“, „D“ für Deutschland, „2020“ für das offizielle Ausgabejahr und „A“ für die Münzprägeanstalt Berlin.

2 Euro-Münze Brandenburg. Quelle: BVA/Jordi Truxa/Hans-Joachim Wuthenow

„Das Motiv – Schloss Sanssouci – war vorgegeben. Das hat mir Arbeit abgenommen, mich aber auch eingeschränkt“, sagt der 45-Jährige, der aus einem Wettbewerb als Sieger hervorging.

Münz-Designer Jordi Truxa: Proteste wegen Gedenkmünze

„Es war schwer, das horizontale Gebäude mit den Weinbergterrassen in dem runden Format unterzubringen. Deshalb habe ich im Vordergrund den Springbrunnen einbezogen.“ Die Arbeit zog sich über ein halbes Jahr hin, aber die reine Arbeitszeit belief sich auf zwei, drei Wochen.

In Numismatiker-Kreisen genießt Jordi Truxa nicht den besten Ruf. „Münzsammler sind ein konservatives Völkchen“, erklärt er. Als 2002 seine Gedenkmünze „50 Jahre Deutsches Fernsehen“ herauskam, gab es Proteste.

Sein Motiv, das eine Jury ausgewählt hatte, zeigt nur einen blanken Bildschirm. „Sammler lieben viele Details, die man lange betrachten kann“, sagt er „Die abstrakte Fläche war ihnen zu kratzempfindlich“.

Die Prägezahl musste gesenkt werden, weil das 10-Euro-Stück nicht viel nachgefragt wurde. Das könnte seinen Wert aber nachträglich steigern.

Jordi Truxa hat auch die Münze für Sachsen gestaltet

Bei Schloss Sanssouci hat sich Truxa an den Erwartungen orientiert. Und er freut sich, dass dieses Hartgeld-Stück wirklich in den Umlauf gelangt und nicht in Sammleralben verschwindet.

Münzen seien nationales Kulturgut. Jedes Bundesland darf sich, so ein Beschluss der Bundesregierung, auf einer Zwei-Euro-Münze verewigen.

Sachsen war 2016 dran. Und auch hier kam Jodi Truxa als Künstler zum Zuge. Er flankierte das Kronentor des Dresdner Zwingers gleich mit zwei Springbrunnen.

Der Designer meint, dass man auch noch in 20 Jahren mit barem Geld bezahlt, wenn man etwa ein Eis kauft. Er selbst ist kein Sammler und wäre auch bereit, einmal eine Plastik-Scheckkarte zu gestalten.

Von Karim Saab

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