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Brandenburg Juli Zeh: Unterschiede zwischen Stadt und Land gefährden den gesellschaftlichen Frieden
Brandenburg Juli Zeh: Unterschiede zwischen Stadt und Land gefährden den gesellschaftlichen Frieden
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07:47 16.08.2019
„So eine Parallelwelt können wir uns nicht erlauben, weil die Menschen sonst das Gefühl haben, nicht gesehen zu werden“ Quelle: Hartenfelser (Archiv)
Berlin

Die Schriftstellerin Juli Zeh erwartet von der Politik, die Lebensbedingungen auf dem Land zu verbessern. „Man kann nicht über Diesel-Fahrverbote in Städten reden, wenn die Leute hier auf ihr Auto angewiesen sind, weil es keinen Nahverkehr gibt. So eine Parallelwelt können wir uns nicht erlauben, weil die Menschen sonst das Gefühl haben, nicht gesehen zu werden“, sagte die Autorin, die Mitglied der SPD und Verfassungsrichterin in Brandenburg ist, dem Magazin „Focus“. Das sei kein ostdeutsches Problem - sondern ein ländliches.

Vernachlässigt die Politik das Land?

„Wenn du in einer Gegend wohnst, wo keine Infrastruktur mehr vorhanden ist – kein Arzt, keine Schule, kein Geschäft -, wo das staatliche Handeln einfach nicht mehr sichtbar ist, haben die Leute schon das Gefühl, die Politik geht an ihrem Leben und ihren Bedürfnissen total vorbei.“

Zeh, die selbst auf dem Land in Brandenburg wohnt und darüber den Bestseller „Unterleuten“ geschrieben hat, erklärte weiter, es gehe um „Züge, Busse, Schulen und zum Beispiel eine Niederlassungspflicht für Ärzte.“ Die Unterschiede zwischen Stadt und Land gefährdeten den gesellschaftlichen Frieden.

Von RND/dpa

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