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Brandenburg Landtagswahl: Kalbitz ist AfD-Spitzenkandidat
Brandenburg Landtagswahl: Kalbitz ist AfD-Spitzenkandidat
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07:57 07.01.2019
Andreas Kalbitz (r.), Landesvorsitzender der Brandenburger AfD, und Alexander Gauland, AfD-Bundesvorsitzender. Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
Rangsdorf

Der Landesvorsitzende der Brandenburger AfD, Andreas Kalbitz, ist Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl. Das bestätigte der Politiker auf Nachfrage der MAZ.

Kalbitz landete mit 319 Ja-Stimmen auf dem ersten Listenplatz, wie der Pressesprecher des AfD-Landesverbandes Brandenburg, Detlev Frye, mitteilte. Ähnlich wie der AfD-Bundesvorsitzende Alexander Gauland, schwörte Kalbitz seine Partei auf den Sieg bei der Brandenburger Landtagswahl ein. „Die AfD wird bei der Wahl am 1. September stärkste politische Kraft in Brandenburg werden“, sagte er.

Kalbitz hatte in seiner Bewerbungsrede erklärt, er wolle mit der AfD nach der Landtagswahl auch regieren. „Wir wollen und wir müssen Verantwortung übernehmen für unser Land und für die Menschen in unserem Land. Das ist unsere Kampfansage an Rot-Rot“, rief Kalbitz unter dem Beifall der Parteimitglieder.

Nach einer aktuellen Wahlumfrage vom vergangenen Mittwoch liegt die AfD in Brandenburg derzeit gleichauf mit der regierenden SPD bei 20 Prozent und könnte damit die Zahl der derzeit neun Abgeordneten in der Landtagsfraktion verdoppeln.

Nur knapp hinter Kalbitz schaffte es Christoph Berndt. Er erhielt 314 Ja-Stimmen. Der 61-Jährige organisiert mit seinem Verein regelmäßig Demonstrationen in Cottbus, an denen auch Rechtsextreme teilnehmen.

Auf die Ränge drei, vier und fünf wurden Daniel Freiherr von Lützow (312 Ja-Stimmen), Birgit Bessin (305 Ja-Stimmen) und Steffen Kubitzki (297 Ja-Stimmen) gewählt.

Das vom Parteitag in Rangsdorf (Teltow-Fläming) festgelegte Verfahren der Akzeptanzwahl führte am Sonntag zu einem 16-stündigen Wahl- und Auszählmarathon. Bereits der Wahlgang von 476 Parteimitgliedern hatte vom Vormittag an mehr als fünf Stunden gedauert. Anschließend mussten mehr als neun Stunden lang bis zu 40 000 Stimmen für die insgesamt 86 Bewerber ausgezählt werden. Denn bei diesem Wahlverfahren kann bei jedem Kandidaten „Ja“, Nein“ oder „Enthaltung“ angekreuzt werden. Für das Endergebnis sollen alle Wahlzettel nochmals überprüft werden.

Von RND/dpa