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Brandenburg Andreas Kalbitz: Boxeinlage bleibt folgenlos – Verfahren eingestellt
Brandenburg

Kalbitz vs Hohloch Boxhieb bleibt folgenlos – Verfahren eingestellt

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17:38 27.08.2021
Ein Schlag zu viel: Dennis Hohloch und Andreas Kalbitz (rechts).
Ein Schlag zu viel: Dennis Hohloch und Andreas Kalbitz (rechts). Quelle: Wolfgang Kumm/dpa
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Potsdam

Die „Milzriss-Affäre“ geht für den früheren AfD-Fraktionschef im Landtag, Andreas Kalbitz glimpflich aus. Die Staatsanwaltschaft Potsdam hat das Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen Zahlung eines Geldbetrages eingestellt. Die Ermittlungen seien damit abgeschlossen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit. Zunächst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

„Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung durch Zahlung dieses Geldbetrages beseitigt worden ist“, sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, Markus Nolte zum Abschluss des Verfahrens. Kalbitz habe zuvor der Zahlung einer vierstelligen Summe zugestimmt.

In dem Verfahren ging es um eine Verletzung seines Parteikollegen und Parlamentarischen Geschäftsführers der AfD-Fraktion, Dennis Hohloch, im vergangenen August. Kalbitz hatte ihn nach Angaben aus der Partei im Landtag unbeabsichtigt heftig berührt. Kalbitz sprach von einem „Missgeschick“. Auch Hohloch sprach öffentlich nie davon, dass es eine Prügelei gegeben habe. Er erlitt einen Milzriss und musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Staatsanwaltschaft leitete anschließend ein Verfahren gegen Kalbitz ein.

Der Politiker, der Kontakte ins rechtsextremistische Milieu verschwiegen haben soll, war nach seinem Partei-Rauswurf durch den AfD- Bundesvorstand und internen Querelen auch als Brandenburger Fraktionschef zurückgetreten. Er ist aber weiterhin Landtagsabgeordneter. Gegen den Parteirauswurf will sich Kalbitz nach eigenen Angaben weiter juristisch zur Wehr setzen. Ein Hauptverfahren vor dem Landgericht Berlin steht noch aus.

Von MAZonline