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Brandenburg In Ketzin kochen Schüler für Schüler
Brandenburg In Ketzin kochen Schüler für Schüler
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10:33 05.02.2020
Christian Dorfmann (r.) und Philipp Tschirch mit den Schülern in der Küche der Ketziner Fontane-Oberschule. Quelle: Wolfgang Balzer
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Ketzin/Havel

Die Hände sind gewaschen, Schürzen umgebunden und die Schneidebretter liegen bereit. Natürlich auch die selbst eingekauften Zutaten. In der voll ausgestatteten Küche bereiten Schüler der Ketziner Theodor-Fontane-Oberschule viermal in der Woche für ihre Mitschüler die Pausensnacks zu. An die 60 bis 70 Portionen kommen pro Tag zusammen, Anmeldungen sind nicht nötig. Würstchen, Reibekuchen und belegte Brötchen stehen ebenso auf dem Plan wie die immer beliebten Nudeln mit Tomatensoße oder Sandwiches.

Vom Einkauf bis zum fertigen Gericht

Kochen samt Vorbereitungen ist in der Ketziner Oberschule Bestandteil des Unterrichtes – als Wahlpflichtfach. Winnie-Karen Giera und Philipp Tschirch kümmern sich darum, beraten die Schüler, helfen und zeigen die Arbeitsabläufe. „So lernen die Schüler selbstständiges Arbeiten, die ganz alltäglichen Dinge, aber auch mit Geld umzugehen“, so Philipp Tschirch bei der Arbeitsvorbereitung. Denn auch das Kassieren und das Verwalten des Geldes übernehmen die Schüler.

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Wie das alles funktioniert, stellten Philipp Tschirch und die Schüler jetzt dem Inhaber des Ketziner Edeka-Marktes Christian Dorfmann vor. Schnell kamen der Projekt- und der Marktleiter überein, künftig enger zusammenzuarbeiten. Möglichkeiten dafür gibt es viele. So ist bereits an einem der beiden Boxen für die Pfandbons am Eingang des Supermarktes zu lesen, dass der Erlös der Oberschule für die Pausenversorgung zugute kommt.

Zuhause stehen sie nicht am Kochtopf

„Künftig erhalten die Schüler einen Schlüssel für die Pfandbox. Die Bons können sie bei ihren Einkäufen für die Pausensnacks verrechnen lassen“, kündigte Dorfmann an. Gern werde er im Markt auch Plätze für Praktika von Schülern bereitstellen. „Vielleicht wird so das Interesse an der Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann geweckt“, hofft er.

„Das gemeinsame Kochen macht Spaß“, versicherte Jason (16). Und er stellte fest: „Die meisten Schüler mögen keine Pilze.“ Tobias (13) war da anderer Meinung. Er geht auch selbst gern in die Pilze. „Ich gucke dann im Internet nach, welche essbar sind“, versicherte er. „Wir kochen alle gerne“, fasste Glen (13) am Ende zusammen. Allerdings, und das haben alle unumwunden zugegeben, hätten sie vorher zuhause noch nie am Kochtopf gestanden.

Prominenter Besuch in Aussicht

Vielleicht erhalten die Ketziner Schüler in diesem Jahr sogar Besuch von professionellen Köche wie Tim Mälzer. Christian Dorfmann erklärte, dass die die Edeka-Stiftung solche Projekte unterstützt. Dann werde es außer ums Kochen auch um die gesunde Ernährung gehen.

Von Wolfgang Balzer

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