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Brandenburg Der Bund braucht kein Schickimicki-Terminal am BER
Brandenburg Der Bund braucht kein Schickimicki-Terminal am BER
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00:21 20.03.2019
Das Regierungsterminal am BER ist nagelneu und bezugsfertig. Der Bund will aber etwas Schickeres. Quelle: Günter Wicker
Potsdam

Im vergangenen Herbst ist in Schönefeld ein kleines Wunder geschehen. Es wurde etwas fertig auf der Großbaustelle des Flughafens BER: Das neue Regierungsterminal entstand im Zeit- und Kostenrahmen. Zugegeben: Architekturpreise gewinnt man mit dem nüchternen Zweckbau, hinter dessen grauer Fassade auch ein Autoteilelager stecken könnte, nicht.

Aber der Bau bietet alles, was beim Empfang und Abfertigen von Staatsgästen und Regierungsmitgliedern nötig ist. Und das ist für BER-Verhältnisse schon viel. Die Bundesregierung aber will einen schicken Regierungsflughafen für knapp 350 Millionen Euro bauen. Der Zweckbau soll nur eine Zwischenlösung sein, er sei nicht repräsentativ genug, heißt es.

Erstens ist für Staatsgäste wie Putin oder Trump nichts repräsentativ genug. Zweitens gibt es in Tegel, wo Regierungschefs derzeit empfangen werden, auch keine repräsentative Architektur, was die internationalen Beziehungen bislang nicht belastet hat.

Es ist also ein weiterer Akt der Steuerverschwendung am BER. Ausnahmsweise lässt sich dieser Schildbürgerstreich aber nicht auf verträumte Architekten, überforderte Ingenieure oder penible Prüfer schieben. Der Bund hätte es in der Hand, ein wenig Bescheidenheit zu üben. Aber das würde ja an ein weiteres Wunder grenzen.

Von Torsten Gellner

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