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Brandenburg Die Waldlobby ruft
Brandenburg Die Waldlobby ruft
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00:19 23.04.2019
Trockener Wald. Quelle: Kerstin Ziemann
Potsdam

Der Hilferuf der Waldbesitzer-Lobby ist bemerkenswert. Denn diese Gruppe tritt selten in Erscheinung – vor allem im Vergleich zu den Landwirten, die nach Dürre oder Sturmschäden regelmäßig öffentliche Hilfe einfordern. Dass die Waldeigentümer jetzt die Stimme erheben, lässt erahnen, wie brenzlig die Lage ist.

Viele Jahre war Waldbesitz eine einträgliche Angelegenheit. Holz ist ein gefragter Rohstoff. Viele Wälder gleichen deshalb eher aufgeräumten Plantagen als jenem Dickicht, in dem Grimms Märchen spielten.

Preise sind eingebrochen

Nach Stürmen, Trockenheit und Bränden liegt jedoch mittlerweile so viel Bruchholz in Brandenburgs Forsten herum, dass die Preise auf breiter Front eingebrochen sind. Politiker dürften diese Forderungen nicht allzu leicht zurückweisen können. Denn allein in Brandenburg gibt es fast 100.000 Waldbesitzer. Vielen gehören nur ein paar Hektar.

Bei allem Entgegenkommen muss die Politik aber die Waldbesitzer auf grundlegende Änderungen einstimmen. Der Klimawandel wird eine nachhaltigere Form der Waldwirtschaft erfordern. Die Monokulturen der Vergangenheit sind für Schädlinge zu anfällig.

Das Land geht übrigens voran: Die oft öden Staatswälder werden peu à peu zu widerstandsfähigeren Mischwäldern umgebaut. Den Weg müssen auch die Privaten gehen.

Von Ulrich Wangemann

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