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Brandenburg Waldbrandschutz ist Puzzlearbeit
Brandenburg Waldbrandschutz ist Puzzlearbeit
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19:11 28.02.2019
Waldbrand bei Treuenbrietzen. Quelle: Julian Stähle
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Potsdam

Die Debatte um einen funktionierenden Brandschutz konzentriert sich auf die Feuerwehren, auf Geldprämien, Altersgrenzen und dergleichen. Was jedoch nicht weniger entscheidend ist: Vorbeugung. Die Großfeuer in den märkischen Wäldern 2018 haben gezeigt, wo es klemmt. Löschfahrzeuge fanden keine Brunnen, Retter standen ohne Handyempfang im Wald, Fahrzeuge kamen nicht an Brandherde heran, weil Munition die Flächen unbetretbar macht. Die Landesregierung geht jetzt diese Schwierigkeiten stückweise an.

Etwas andere bleibt ihr nicht übrig. Geduld ist gefragt. So gibt es in Brandenburg etwa 100 000 Waldbesitzer, viele davon haben nur kleine Waldparzellen. Ist die Forstverwaltung der Auffassung, dass auf einer dieser Klein-Besitzungen ein Tiefbrunnen gebohrt werden sollte, muss sie das Gespräch mit dem Waldbesitzer suchen. Waldwege müssen verbreitert und frei von Bewuchs gehalten werden – auch das ist eine Sisyphusarbeit, zumal auch die Wege sich oft in privatem oder kommunalem Streubesitz befinden.

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Es ist in der Tat viel einfacher, nach Einrichtung einer Löschflugzeugstaffel zu rufen, als den nervigen Kleinkram in Hunderten Gesprächen zu klären.

Von Ulrich Wangemann