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Brandenburg Ministerium in Cottbus: Was spricht eigentlich dagegen?
Brandenburg Ministerium in Cottbus: Was spricht eigentlich dagegen?
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00:23 19.05.2019
Debatte im Landtag. Quelle: dpa
Potsdam

Der geplante Coup, den Ministerpräsident Dietmar Woidke und sein Finanzminister Christian Görke mit dem Umzug des Kultur- und Wissenschaftsministeriums nach Cottbus geplant hatten, ist gründlich in die Hose gegangen. Schlecht vorbereitet, überstürzt kommuniziert, ohne Rücksprache mit den betroffenen Beschäftigten und dilettantisch begründet. Es gibt viel, was man an dem Liegenschaftskonzept kritisieren kann.

Signal an die Region Cottbus

Der Vorwurf aber, die Landesregierung würde mit dem Umzug die Regionen gegeneinander ausspielen, ist absurd und polemisch. Man könnte ebenso den Kritikern des Umzugs vorwerfen, dass sie die Interessen der Lausitz vernachlässigen und sich nur um das Wohl Potsdams sorgen würden. Der Umzug eines Ministeriums nach Cottbus wäre ein Signal dafür, dass man die Region, die vor einem gewaltigen strukturellen Umbruch steht, nicht vergisst. Ein Umbruch, den man so in keinem anderen Teil des Landes fürchten muss, schon gar nicht in Potsdam.

Lausitz soll Behörden bekommen

Nein, im Kern ist der Ansatz, den Woidke und Görke verfolgen, völlig richtig. Brandenburgs Landesregierung kann nicht die Hände aufhalten, Milliarden für die Lausitz fordern und vom Bund verlangen, dass der seine Mitarbeiter bitteschön nach Cottbus schicken soll, während die eigenen Landesmitarbeiter alle in Potsdam bleiben sollen.

Von Torsten Gellner

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