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Brandenburg Tesla-Fabrik ist eine Riesenchance für Brandenburg – und ganz Ostdeutschland
Brandenburg Tesla-Fabrik ist eine Riesenchance für Brandenburg – und ganz Ostdeutschland
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12:25 13.11.2019
Die Tesla-Fabrik soll am Rande Berlins entstehen. Quelle: Quelle: imago images/Xinhua/Dirk Sattler/Montage RND
Potsdam

Der US-Autobauer Tesla will eine riesige Autofabrik in Brandenburg bauen. Sein Europawerk soll gigantische Ausmaße haben, eine Milliardeninvestition, die 6000 bis 7000 Arbeitsplätze schaffen könnte. Nicht umsonst nennt der schillernde Unternehmer seine Produktionsstätten in den wahnwitzigen Ausmaßen „Gigafabriken“

Es sind Dimensionen, die mit bisherigen Brandenburger Ansiedlungen – auch mit den gescheiterten – in keiner Weise zu vergleichen sind. Kompakte Autos, Antriebe und Batterien sollen dort gebaut werden. Das wird Impulse in die Zulieferer- und Logistikindustrie bringen und damit weitere Arbeitsplätze schaffen.

Brandenburg wird zum Autoland

Brandenburg wird damit endgültig zum Autobauerland. Das muss man sich vor Augen halten: Unternehmen wie VW, BMW oder Mercedes haben enorme Entwicklungsschübe in ihre Standortregionen gebracht. Das könnte nun auch in Brandenburg geschehen. Es wäre ein Signal für ganz Ostdeutschland.

Natürlich sind noch viele Fragen offen. Der US-Unternehmer gilt als sprunghaft. Manche sagen, Musk ist größenwahnsinnig. Er träumt von unterirdischen Vakuumröhren, durch die man Menschen in Hochgeschwindigkeitskapseln von A nach B befördern kann. Er will 40.000 Satelliten ins All schießen. Er hat sich mit den größten Branchenunternehmen der Welt angelegt.

Kann Deutschland Musk?

Auf jeden Fall ist Musk immer für eine Überraschung gut, auch für solche, die Investoren die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Die Frage ist, ob das hochbürokratisierte und in wirtschaftspolitischen Fragen durchnormierte Deutschland mit einer solchen Unternehmerpersönlichkeit umgehen kann, ohne sie zu verprellen. Dass wird die Herausforderung der nächsten Jahre werden.

Tesla investiert in eine Zukunftstechnologie, gerade rechtzeitig, wenn ein paar Kilometer weiter südlich in der Lausitz ein Industriekapitel der Vergangenheit zu Ende geht. Es ist ein Investment zur rechten Zeit.

Für Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) und Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist das auch ein persönlicher Erfolg. So einen dicken Fisch zieht man wohl nur einmal in einem politischen Leben an Land. Gerne hätten sie es wohl gesehen, wenn sie den Coup noch vor der Landtagswahl hätten verkünden können.

Wir wissen noch nicht, welchen Preis Tesla aushandeln konnte. Klar ist aber, dass hier auch Fördermittel fließen werden – und zwar nicht zu knapp. Es wäre nicht die dümmste Investition. Die Giga-Fabrik bietet Giga-Chancen. Wenn alles klappt.

Lesen Sie auch: Tesla-Fabrik in Brandenburg könnte 6500 Jobs schaffen

Von Torsten Gellner

In Brandenburg gibt es knapp 600 ausgebildete Schülerlotsen. Vor Unterrichtsbeginn sichern sie für ihre Mitschüler Überwege vor Schulen ab und sorgen so für mehr Sicherheit. Auch Floriane Herfurth aus Cottbus ist als Schülerlotsin im Einsatz – und sie ist die beste in ganz Brandenburg.

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