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Brandenburg Nach Thüringen-Eklat: Ungeschickte CDU löste Streit in Brandenburgs Koalition aus
Brandenburg Nach Thüringen-Eklat: Ungeschickte CDU löste Streit in Brandenburgs Koalition aus
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18:57 07.02.2020
In Brandenburg gab es Unmut über die CDU, die die Wahl in Thüringen zunächst begrüßt hatte. Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Potsdam

Die Ausschläge des Eklats von Thüringen inklusive des Tabubruchs durch FDP und CDU haben schnell auch Brandenburg erreicht und führten zu ersten Spannungen innerhalb des jungen rot-schwarz-grünen Koalitionslagers. Die Grünen jedenfalls und Teile der SPD waren von der ersten Sichtweise der CDU-Spitze um den Vorsitzenden Michael Stübgen mehr als beunruhigt. Denn zunächst war dem Ministerpräsidenten applaudiert worden, obwohl dieser nur mit den Stimmen einer besonders völkisch daherkommenden AfD-Fraktion um Björn Höcke gewählt werden konnte. Ein Tag danach wurde zurückgerudert und sich davon distanziert.

Das war den Grünen dennoch zu wenig, die von der CDU die Klarstellung ihres Verhältnisses zur AfD forderten und sogar eine Koalitionsrunde einberiefen. Dort konnte erwartungsgemäß der erste kleine Konflikt in der Koalition entschärft werden. Ohne Zweifel war das Agieren der CDU ungeschickt, auch wenn Michael Stübgen nicht der Einzige war, der mit seiner schnellen positiven Erstbewertung der Erfurter Wahl daneben lag. Er konnte aber im zweiten Anlauf deutlich machen, dass die brandenburgische CDU-Spitze mit der AfD keine gemeinsame Sache vorhat. Ob sich an Stübgens Worte alle in der CDU halten, steht wiederum auf einem anderen Blatt.

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Von Igor Göldner

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