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Brandenburg Propaganda mit Honig und Blumen
Brandenburg Propaganda mit Honig und Blumen
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05:53 18.05.2019
Imker mit einer Bienenwabe Quelle: Patrick Pleul/dpa
Potsdam

In der Debatte um Insektenschutz und Landwirtschaft wird auf beiden Seiten dick aufgetragen und zugespitzt. Das zeigten zwei bildmächtige Aktionen am Freitag im Berliner Regierungsviertel.

Hier protestierten Imker vor dem Agrarministerium dagegen, dass ihre Bienen mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat in Kontakt kommen, und sie den Honig anschließend nicht verkaufen können. Auf den Honiggläsern prangte ein Totenkopf.

Dort legten die Präsidenten von Bundes- und Landesbauernverband, Joachim Rukwied und Henrik Wendorff, nahe des Brandenburgers Tors symbolisch einen dekorativen Blühstreifen mit Feldblumen an, zum Auftakt einer bundesweiten Aktion mit dem Titel „Wir machen das Land bunter!“ Der Subtext heißt: Mit dem Bienensterben haben WIR nix zu tun.

Die Schnittmenge zwischen beiden Lagern scheint die Brandenburger Volksinitiative „Mehr als nur ein Summen“ zu sein, die sich der märkische Landesbauernverband ausgedacht hat, und der sich inzwischen auch der Imkerverband angeschlossen hat. Bei näherem Hinschauen ist die von der Landwirte-Lobby heftig gefeierte Allianz aber brüchig. Brandenburgs oberster Imker Lothar Lucke bezeichnet die Initiative zutreffend als „Minimalkonsens“ einer heillos zerstrittenen Bauernschaft. Der Meinungskampf hat gerade erst begonnen.

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Von Thorsten Keller

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