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Brandenburg Warum die Kritik an der AfD nach hinten losgehen könnte
Brandenburg Warum die Kritik an der AfD nach hinten losgehen könnte
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19:37 11.08.2019
Noch drei Wochen. Dann wird ein neuer Landtag gewählt. Quelle: Christoph Soeder/dpa
Potsdam

Der Wahlkampf in Brandenburg geht in die entscheidende Phase. Drei Wochen haben die Parteien noch Zeit, sich bei den Wählern zu empfehlen, von denen viele gerade erst aus dem Urlaub zurückgekehrt sind. Dabei zeichnet sich schon jetzt eine deutliche Zuspitzung des Wahlkampfs ab. Dazu beigetragen haben auch die neuen Umfragewerte über einen möglichen Wahlsieg einer AfD, die sich unter Höcke-Freund Andreas Kalbitz weiter radikalisiert und sich nicht in die Mitte bewegt hat.

Ein solches Szenario lässt vor allem bei der SPD die Alarmglocken läuten, die die Auseinandersetzung mit der Rechtsaußen-Partei in den Fokus der letzten drei Wochen rücken will. Das ist nachvollziehbar, wenn man sich anschaut, woher die SPD in Brandenburg kommt und wo sie momentan steht. Der Verlust der Spitzenstellung wäre fatal, aber noch fataler wäre es, diese an die AfD zu verlieren, die mit ihrer Neigung zum Gestrigen zum Machtfaktor geworden ist.

Allerdings müssen die Sozialdemokraten aufpassen, den Bogen nicht zu überspannen. Immer nur über die AfD zu reden, das kann schnell zum Gegenteil dessen führen, was man eigentlich beabsichtigt. Besser wäre es, die Partei da zu packen, wo sie besonders empfindlich ist: bei den fehlenden politischen Inhalten für die Zukunft des Landes.

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Von Igor Göldner

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