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Brandenburg Cottbus braucht nicht nur Milliarden
Brandenburg Cottbus braucht nicht nur Milliarden
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18:44 22.05.2019
Quelle: Pleul/dpa-Zentralbild
Potsdam

Brandenburg und Sachsen haben viel herausgeholt bei den Verhandlungen zum Kohleausstieg. Wenn es so läuft wie geplant, dann fließt die Hälfte der Milliarden, die den Verzicht auf den klimaschädlichen Energieträger wirtschaftlich erträglich machen soll, in die Lausitz. Strukturhilfen in Höhe von 500 Millionen Euro jährlich allein für den Süden Brandenburgs – das ist enorm viel Geld.

#Wenn im Herbst nicht in beiden Bundesländern gewählt werden würde, wären die Strukturhilfen sicher kleiner ausgefallen. Die Angst vor der AfD, die den menschheitsbedingten Klimawandel und damit die Notwendigkeit des Kohleausstiegs leugnet und Stimmung machen könnte, hat die Preise politisch hochgetrieben. Ob sich das politisch auszahlt, wird sich im September bei den Wahlen zeigen.

Ob sich das Füllhorn wirtschaftlich auszahlt, ist die zweite große Unbekannte in dem Milliardenpoker. Klug investiert in eine hochmoderne Infrastruktur, in Forschung und Entwicklung könnte die Lausitz sogar gestärkt aus dem Strukturwandel hervorgehen. Allerdings nur, wenn die Unternehmen mitspielen und sich dort niederlassen. Dafür muss Cottbus an seinem Image arbeiten. Es dürfte nämlich schwer werden, internationale Firmen in eine Region zu locken, in der regelmäßig gut besuchte Kundgebungen stattfinden, die sich gegen eine vermeintliche Überfremdung wehren. Dass sich die Mitarbeiter des Kulturministeriums so vehement gegen einen Umzug nach Cottbus wehren, liegt sicher nicht nur an der Entfernung.

Von Torsten Gellner

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