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Brandenburg Feuerwehr zu schade für Ausputzer-Dienste
Brandenburg Feuerwehr zu schade für Ausputzer-Dienste
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18:59 27.02.2019
Feuerwehrleute beseitigen Ölspur. Quelle: Feuerwehr Vehlefanz
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Potsdam

Brandenburgs Freiwillige Feuerwehren erhalten seit rund zwei Jahren mehr Aufmerksamkeit denn je. Die Anlässe waren traurig und dramatisch: Der Unfalltod zweier Kameraden auf der A2 hat die Politik wachgerüttelt. Rot-Rot reformierte umgehend die Hinterbliebenenversorgung. Die Waldbrände im vergangenen Jahr haben zudem allen vor Augen geführt, wie stark die Wehren belastet sind – und dass der ehrenamtliche Brand- und Katastrophenschutz an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit gekommen ist.

Jetzt sollen die Wehren von Bagatelleinsätzen entlastet werden. Das ist auch bitter nötig. Oft geht nachts um drei der Pieper, weil irgendwo ein dicker Ast auf der Straße liegt. Die Wehrleute müssen raus, dabei könnte jede Straßenbehörde, jeder Förster mit Jeep, Säge und Seilwinde das Problem lösen. Tausende solcher Einsätze laufen im Jahr auf. Es ist auch zu einfach: Die Feuerwehr ist immer einsatzbereit, man kann sie rund um die Uhr anrufen und sie hat das nötige Werkzeug dabei.

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Diese Vollversorgung ist komfortabel für die Nutzer, zermürbt aber die Einsatzkräfte. Wer sich fürs Ehrenamt entscheidet – und das sind 96 Prozent aller Feuerwehrleute im Land – will nicht als Ausputzer für niedrige Dienste herhalten müssen. Dann hängt er den Helm irgendwann an den Nagel.

Von Ulrich Wangemann