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Brandenburg E-Mobilität: Pendler wollen keine Versuchskaninchen sein
Brandenburg E-Mobilität: Pendler wollen keine Versuchskaninchen sein
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23:00 22.12.2019
Ein Elektroauto an einer Ladesäule. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Potsdam

Bei allem Hype um die Tesla-Fabrik: Brandenburg wird in näherer Zukunft nicht zum Elektroauto-Musterland werden. Das liegt nicht an Elon Musk, sondern an der dünnen Besiedlung und schieren Größe des Bundeslandes – kombiniert mit relativ geringen Einkommen und einer dürftigen Lade-Infrastruktur.

Noch kein Ersatz für Dacia, Fiat und Renault

Reine Elektroautos sind noch zu teuer, um den Dacia, Fiat oder Renault zu ersetzen, mit dem viele Brandenburger tagtäglich zur Arbeit fahren. Die Reichweite ist darüber hinaus ein Problem, erst recht, wenn die Pendler nach einer Stunde Autobahn auf dem Berliner Stadtring im Stau stehen. Nur im Speckgürtel funktioniert die E-Auto-Logik wirklich.

Hybrid-Boom macht Mut

Die Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamts machen denn auch klar: Die Brandenburger sehen im reine Strom-Fahrzeug noch keine Alternative. Die gute Nachricht ist aber: Die Märker sind zu Veränderungen bereit. Hybrid-Autos – also kombinierte Verbrennungs- und Strommotoren – erleben einen Boom. Das macht Mut: Mit einer Förder-Initiative und Investitionen in ein Netz von leistungsfähigen Ladestationen kann das E-Auto zu einer echten Alternative werden. Die Menschen sind dazu im Prinzip bereit. Sie haben nur keine Lust, auf eigene Kosten Versuchskaninchen für eine noch nicht ausgereifte Technologie zu spielen.

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