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Brandenburg Kommission empfiehlt besseren Grippeschutz
Brandenburg Kommission empfiehlt besseren Grippeschutz
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20:00 16.01.2018
Quelle: dpa
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Potsdam

Gute Nachrichten für Patienten: Die Ständige Impfkommission (Stiko) am Berliner Robert-Koch-Institut (RKI) empfiehlt seit neuestem dem Gemeinsamen Bundesausschuss eine Impfung gegen Grippe mit vier Komponenten. Der Ausschuss soll nun innerhalb von drei Monaten entscheiden, ob er die Empfehlung in der Schutzimpfungs-Richtlinie umsetzt. Bisher hielt die Stiko eine Grippe-Impfung mit nur drei Komponenten für ausreichend – manchmal auch zum Schaden von Kassenpatienten.

Auch in dieser Saison sind laut RKI wieder viele Menschen trotz Impfung erkrankt, weil unerwartet eine Linie der B-Influenza kursierte. Dagegen machte nur die von den Kassen in Einzelfällen getragene teurere Vierfachimpfung immun, das reguläre Dreifachpräparat schützte dagegen nicht.

Das brandenburische Gesundheitsministerium bewertet den Schwenk der Stiko positiv. „Wir hatten uns bei der Stiko immer dafür eingesetzt, dass sie den Vierfachimpfstoff empfiehlt“, sagt Sprecher Gabriel Hesse. Auch die Kassenärztliche Vereinigung Brandenburg begrüßt die neue Empfehlung. „Aus medizinischer Sicht sollte der Grippeimpfstoff verabreicht werden, der den größtmöglichen Schutz vor Infektionen bietet“, sagt Sprecher Christian Wehry. Das sei der Vierfachimpfstoff. Die Vorsitzende des Hausärzteverbandes Brandenburgs, Karin Harre, ist erleichtert. „Manche fühlten sich als Patienten zweiter Klasse.“ Harre rechnet damit, dass der Gemeinsame Bundesausschuss die Stiko-Empfehlung tatsächlich in eine Schutzimpfungsrichtline umsetzt. Sie selbst werde versuchen, für die kommende Saison den Vierfachimpfstoff zu ordern. „Allerdings ist nicht klar, ob die Firmen den Vierfachimpfstoff in der Geschwindigkeit auch produzieren können“, so Harre.

Die Krankenkassen selbst rechnen schon mit einer Änderung der derzeit gültigen Schutzimpfungs-Richtlinie. So geht die AOK Nordost davon aus, dass der Gemeinsame Bundesausschuss Mitte des Jahres die Richtlinie den neuen Empfehlungen der Stiko anpassen wird.

Derzeit sind in Brandenburg 108 Influenza-Fälle gemeldet. Das sind weniger als im Vorjahr. Anfang Januar 2017 hatten schon 283 Marker Grippe.

Von Rüdiger Braun

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