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Brandenburg SPD bricht sogar in Woidkes Heimatort Forst ein
Brandenburg SPD bricht sogar in Woidkes Heimatort Forst ein
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10:00 27.05.2019
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Wahlsonntag in Potsdam. Quelle: Bernd Gartenschläger
Potsdam

Drei Monate vor der Landtagswahl hat die AfD bei den Kommunal- und Europawahlen in Brandenburg drastisch zugelegt – und die SPD um Landeschef und Ministerpräsident Dietmar Woidke hat in ihrem Stammland große Verluste erlitten.

Selbst in seinem Heimatort Forst (Spree-Neiße) konnte Woidkes Partei nicht überzeugen. 2014 hatte die SPD dort bei der Europawahl mit 26,6 Prozent noch klar vorne gelegen. Nun holte die Partei 16,5 Prozent und damit nur Rang drei. Die AfD triumphierte dagegen mit 33,6 Prozent.

Bei der Wahl zum Kreistag von Spree-Neiße sah es für die SPD nicht viel besser aus. In Forst kam die Partei nur auf 17,1 Prozent. Die AfD erhielt dagegen 29,7 Prozent. Das ist auch ein ziemliches Debakel für die Linke, die 2014 in Forst noch 25,3 Prozent geholt hatte und damit vorne lag. Mit 16,5 Prozent liegt sie nunmehr auf Rang drei.

Gemisches Ergebnis für Senftleben

Und wie sieht es im Heimatort von Woidkes Herausforderer Ingo Senftleben aus? Der 44Jährige lebt in Ortrand (Oberspreewald-Lausitz). Bei der Europawahl liegt hier auch die AfD in Führung mit 32,7 Prozent. Die CDU landet auf Platz zwei mit 26,8 Prozent.

Bei der Wahl zum Kreistag erhielt jedoch die CDU mit 34 Prozent die meisten Stimmen. Die AfD kommt auf Platz zwei mit 25,9 Prozent.

Woidke hatte eine intensive Auswertung des Wahlergebnisses angekündigt. SPD-Generalsekretär Erik Stohn beteuerte, die SPD werde mehr mit den Bürgern in Kontakt kommen. „Raus, raus, raus, mit den Menschen reden“, sagte er. „Vieles von dem, was wir machen, kriegen die Menschen nicht mit.“

Von Torsten Gellner

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