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Brandenburg Weitere Kontrollen auf der Tesla-Baustelle in Grünheide
Brandenburg

Kontrollen auf der Tesla-Baustelle für Gigafactory in Grünheide

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16:10 09.07.2021
Das Baugelände der Tesla-Autofabrik in Grünheide.
Das Baugelände der Tesla-Autofabrik in Grünheide. Quelle: Patrick Pleul/dpa
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Grünheide

Nach dem Einleiten eines Bußgeldverfahrens wegen nicht genehmigter Tanks sind am Freitag zahlreiche Kontrolleure mehrerer Behörden auf der Baustelle des US-Elektroautobauers Tesla in Grünheide bei Berlin angerückt.

Das Landesamt für Umwelt führe zusätzlich zum Bußgeldverfahren eine umfangreiche Überprüfung der gesamten Baustelle durch, sagte der Sprecher des Umweltministeriums, Sebastian Arnold, am Freitag. „Damit will die Überwachungsbehörde nach der Errichtung von drei nicht genehmigten Tanks durch Tesla sicherstellen, dass nicht noch weitere ungenehmigte Aktivitäten auf dem Gelände durchgeführt wurden und werden.“ Bei der Großkontrolle waren auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitsschutzes und des Landkreises Oder-Spree dabei.

Verdacht auf Schwarzbau

Das Brandenburger Landesumweltamt hatte nach einem Schwarzbauverdacht der Grünen Liga und des Naturschutzbundes festgestellt, dass Tesla mehrere Tanks für unterschiedliche Flüssigkeiten gebaut hatte, obwohl keine Genehmigung vorlag. Die Umweltschützer gingen von einem Kältemitteltank für die Chemikalie Tetrafluorpropen aus. Tesla hat sich zu dem Verstoß bisher nicht geäußert.

Das Unternehmen hatte auf der Baustelle auch zeitweise unterirdische Rohre ohne Genehmigung verlegt. Nach Angaben aus Tesla-Konzernkreisen ging der Autobauer aber davon aus, dass dies bereits zulässig war. Tesla hatte auch zunächst ohne Genehmigung mit dem Testen von Pfählen begonnen.

Die Baustelle der ersten Elektroautofabrik von Tesla in Europa ist weit fortgeschritten, obwohl die Entscheidung des Landes Brandenburg über die abschließende umweltrechtliche Genehmigung noch fehlt. Tesla baut jedoch über einzelne vorzeitige Zulassungen. Das Unternehmen wollte eigentlich im Juli dieses Jahres in Grünheide die Produktion aufnehmen. Weil der Antrag für die Autofabrik um eine Batteriefabrik erweitert wurde, verzögert sich dies: Tesla plant nun für Ende 2021 mit dem Produktionsstart.

Teslas neues Mini-SUV Model ab August in Deutschland

Tesla startet in wenigen Wochen mit der Auslieferung seines Mini-SUV Model Y in Europa. Die ersten Fahrzeuge sollen im August in Deutschland übergeben werden, wie der Elektroauto-Hersteller am Freitag ankündigte. Sie kommen aus Shanghai. Tesla wollte ursprünglich im Juli mit der Produktion des Model Y in Grünheide in Berlin beginnen, doch die Fertigstellung des ersten europäischen Werks verzögert sich. Der Beginn der Auslieferungen des Model Y in Europa war für das dritte Quartal angekündigt.

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Der Mini-SUV ist eine etwas größere Version von Teslas erstem Massenmarkt-Wagen Model 3. Im zweiten Quartal lieferte die Firma gut 199 000 Fahrzeuge der Modelle 3 und Y aus, die größeren und teureren Model S und Model X kamen auf knapp 2000 Auslieferungen.

Von dpa / MAZ Online