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Brandenburg Kormorane sollen auf Abschussliste bleiben
Brandenburg Kormorane sollen auf Abschussliste bleiben
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06:48 05.08.2013
Potsdam

Die rot-rote Landesregierung prüfe derzeit, ob es eine Neuauflage gibt, sagte der stellvertretende Sprecher des Umweltministeriums, Achim Wersin. Der Präsident des Landesfischereiverbandes, Gernot Schmidt, fordert, "dass die Verordnung verlängert wird und nicht jedes Mal neue Gräben aufgerissen werden". Auch die FDP im Potsdamer Landtag will eine Verlängerung der bestehenden Regelung.

In Brandenburg dürfen Kormorane in begründeten Fällen geschossen werden, damit sie den Fischbestand in den Seen und Teichen nicht gefährden. 1999 gab es eine erste Kormoranverordnung und in den folgenden Jahren immer wieder Neuauflagen. Die aktuelle Verordnung läuft Ende September aus. Eine Entscheidung solle es aber noch vorher geben, kündigte Wersin an.

Seit Anfang der 1990er Jahre ist der Kormoranbestand in Brandenburg stark gestiegen. Gab es 1990 noch 70 Brutpaare, erreichte die Zahl im Jahr 2001 einen Höchstwert von rund 2800 Paaren, wie aus einer Antwort von Umweltministerin Anita Tack (Linke) auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht. Ab 2011 sank der Bestand wieder auf unter 2000. In diesem Jahr liegt er bei rund 1800 Paaren. Seit 1999 wurden jährlich zwischen 100 und 1200 Kormorane geschossen. "Die Tatsache, dass rund 90 Prozent der erlegten Kormorane in Teichwirtschaften geschossen wurden, ohne dass sich hieraus negative Folgen für den Bestand im Land Brandenburg ableiten lassen, verdeutlicht, dass die Teichwirte die Verordnung verantwortungsvoll anwenden", betonte der FDP-Abgeordnete und Sprecher für Umwelt in seiner Fraktion, Gregor Beyer.

Die FDP erwarte, dass die Befristung der gültigen Kormoranverordnung unverzüglich aufgehoben werde. Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern hätten dies bereits getan. Auch Gernot Schmidt forderte ein "Ende des ewigen Streits". Artenschutz sei nicht nur Kormoranschutz, sondern auch Fischschutz.

Die aktuellen Bestandszahlen dürfte für eine Verlängerung sprechen. Tack sagte, sie teile die Auffassung der Europäischen Kommission, wonach die Kormoranpopulation bereits 1996/97 günstig war. Damals lag die Zahl der Kormorane in Brandenburg unter dem heutigen Wert.

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