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Brandenburg Krankenstand bei Brandenburgs Lehrern steigt
Brandenburg Krankenstand bei Brandenburgs Lehrern steigt
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19:19 27.01.2014
Für fast sieben Prozent der Unterrichtsstunden gab es im Schuljahr 2012/13 Vertretungsbedarf. Quelle: dpa
Potsdam

In den Schulen Brandenburgs müssen immer häufiger Vertretungslehrer einspringen. Der Krankenstand unter Lehrern steigt seit Jahren. Das berichtet Bildungsministerin Martina Münch (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage. Lag der Vertretungsbedarf im Schuljahr 2002/03 noch bei 5,5 Prozent der Stunden, waren es zehn Jahre später 6,9 Prozent.

Der tatsächliche Unterrichtsausfall sei in Brandenburg aber niedriger als in vielen anderen Bundesländern, weil meist eine Vertretung organisiert werde, so Münch. Eine 2011 eingesetzte Arbeitsgruppe „Lehrkräftegesundheit“ soll helfen, die Situation zu verbessern. Außerdem stellt das Land seit diesem Jahr zehn Millionen Euro bereit, um den Unterrichts ausfall zu vermeiden und das Personal zu entlasten.

Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gordon Hoffmann, hatte die Summe als „Tropfen auf den heißen Stein“ bezeichnet. Sie reiche nicht, um den Krankenstand bei den Lehrern auszugleichen. Die Grünen kritisierten, dass die Landesregierung zu spät reagiere. Der hohe Unterrichtsausfall sei eine Folge der Überalterung des Lehrkörpers. Krankheit von Lehrern sei der häufigste Grund für Unterrichts ausfälle, sagte Münch. Bestehe Bedarf für eine Vertretung, werde dieser in 79 Prozent der Fälle gedeckt, berichtete sie. Genaue Zahlen zu den Erkrankten seien aus Datenschutzgründen nicht zugänglich. Zudem gebe es keine Auswertungen in Bezug aufs Alter der Lehrer. Hinweise auf Unterschiede zur übrigen Bevölkerung gebe es nicht.

Die Arbeitsgruppe „Lehrkräftegesundheit“ kam laut Münch bis 2013 regelmäßig zusammen. Sie habe empfohlen, „an zentraler Stelle“ eine Vollzeitkraft einzusetzen, die sich mit dem Gesundheitsmanagement für Lehrer beschäftigt. Am künftigen Landesschulamt solle eine solche Stelle eingerichtet werden. Für Lehrer gibt es bereits Angebote zur Gesundheitsförderung und Stressbewältigung. Laut Münch soll auch die Reduzierung der Stundenzahl der Lehrer an Grund- und Oberschulen ab 2014/15 verhindern, dass Mitarbeiter vorzeitig aus dem Dienst ausscheiden. Ab dem 60.Lebensjahr bekommt man eine Ermäßigungsstunde, wenn man bereits 35 Jahre unterrichtet hat.

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