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Brandenburg Krebsfälle in Forst: Messwerte unauffällig
Brandenburg Krebsfälle in Forst: Messwerte unauffällig
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16:59 10.04.2015
Die Grundschule Nordstadt in Forst (Lausitz).
Die Grundschule Nordstadt in Forst (Lausitz).  Quelle: Stadt Forst (Lausitz)
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Forst

Entwarnung in Forst (Spree-Neiße): Die drei Krebsfälle an einer Grundschule der Lausitz-Gemeinde sind nicht auf DDR-Altlasten zurückzuführen. Das hatte sich wie berichtet bereits am Donnerstag nach Auswertung der ersten Messergebnisse abgezeichnet. Am Freitag veröffentliche die Stadt Details. „Nach der ersten Analyse gibt es keine Hinweise auf gesundheitliche Einschränkungen, die vom Schulstandort ausgehen“, heißt es. Sämtliche, durch ein renommiertes Labor untersuchten Stoffe seien „überhaupt nicht oder in geringen, nicht relevanten Konzentrationen nachweisbar“.

Der Arbeitsmedizinische Dienst der Stadt hatte bereits im März zwei Wochen lang Messungen im Schulgebäude durchgeführt nachdem bekannt geworden war, dass drei Viertklässler an Krebs erkrankt sind. Eltern vermuteten einen Zusammenhang mit dem Standort der Grundschule Nordstadt. In der Nähe arbeitete zu DDR-Zeiten eine chemische Reinigung, die leicht flüchtigen chlorierten Kohlenwasserstoff (LCKW) ins Erdreich geleitet hatte. Dieser Schadstoff habe sich über das Grundwasser  ausgebreitet.

Untersucht wurde auf rund 50 Stoffe, von denen Gefahren ausgehen können, darunter  solche, wie sie die Reinigung benutzt haben soll. „Der von den Eltern geäußerte Verdacht bestätigt sich zunächst nicht“, teilt die Stadt mit. Dennoch hält Vize-Bürgermeister Sven Zuber an vertiefenden Tests fest, die  bis Monatsende ausgewertet sein sollen.

Zusätzlich hatte das Gesundheitsministerium veranlasst, alle verfügbaren Daten im Gemeinsamen Krebsregister (GKR) der ostdeutschen Ländern  auszuwerten. In allen Altersgruppen bei Männern und Frauen sowie bei Kindern im Alter von 5 bis 15 Jahren sei in Forst zwischen 2003 und 2012 nichts Auffälliges zu beobachten, so Sprecherin Marina Ringel. Das heißt: In Forst gab es nicht mehr Krebsfälle als anderswo.

Von Marion Kaufmann

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