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Brandenburg Kunden büßen für Bahn-Fehler der Vergangenheit
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02:18 04.07.2019
Ein RE1 fährt in den Berliner Hauptbahnhof ein. Quelle: Deutsche Bahn AG/Banaszak
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Potsdam

Als Rüdiger Grube im Januar 2017 aus freien Stücken seinen Arbeitsvertrag als Vorstandschef der Deutschen Bahn auflöste, warf ihm das Unternehmen noch eine Abfindung in Höhe von 2,25 Millionen Euro hinterher. Groß war der öffentliche Aufschrei, als diese Summe publik wurde. Bei näherer Betrachtung mag man für den Mann sogar ein gewisses Verständnis aufbringen.

Sich acht Jahre lang mit der Gewerkschaft GDL und deren Chef Claus Weselsky herumzuschlagen, rechtfertigt schon einen Bonus. Vor allem im Herbst 2014 hatte die GDL im XXL-Arbeitskampf mit der Bahn den Bogen überspannt – und die Nerven der Fahrgäste strapaziert. Kein Wunder, dass sich Rüdiger Grube da in die Idee des autonomen Fahrens verliebte.

Totenschein für das Berufsbild

Ohne Lokführer keine Mini-Gewerkschaft mit maximalem Erpressungspotenzial, so die Zukunftsvision des Bahnchefs. In der Kommunikation nach außen überdrehte Grube 2016 allerdings: Er sagte der FAZ, dass „spätestens bis 2023“ in Teilen des DB-Netzes vollautomatisch gefahren würde. Indirekt stellte er damit dem Berufsbild des Lokführers den Totenschein aus.

Dass die Bahn inzwischen nur noch schwer Fahrschüler findet, liegt auch an Grubes High-Tech-Gequatsche von damals. Die DB kommt das womöglich teurer zu stehen als die 2,25 Millionen Abfindung.

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Von Thorsten Keller

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