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Brandenburg Land steigert seine Ausgaben für Straßenbau um 50 Millionen Euro
Brandenburg Land steigert seine Ausgaben für Straßenbau um 50 Millionen Euro
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11:15 14.03.2018
Verbreiterung im Streckenverlauf der A10 zur achtstreifigen Spur. Quelle: euroluftbild.de/Robert Grahn
Potsdam

Brandenburg greift für seine Straßen in diesem Jahr noch tiefer in die Tasche. Mehr als 450 Millionen Euro setzt das Land in diesem Jahr für die Planung, den Bau und die Unterhaltung von Straßen ein. 314 Millionen Euro kommen aus Bundesmitteln, etwa 137 Millionen wird das Land selbst bereitstellen. Das teilte Brandenburgs Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD) am Freitag in der Staatskanzlei mit. „Daran ist zu sehen, dass wir dabei sind, die Mittel für die Straßen Schritt für Schritt hochzufahren“, so Schneider. Im Jahr 2016 waren Ausgaben von 400 Millionen Euro geplant gewesen. Inzwischen belaufen sie sich aber auf 410 Millionen Euro. Die „Botschaft“ für das Jahr 2017 laute: „Wir werden im gesamten Land bauen.“

Maßnahmen an allen Straßentypen

Mit dem Geld für 2017 wird an allen Straßentypen gearbeitet – von der Bundesautobahn, über die Bundes- und Landesstraße bis hin zur Ortsdurchfahrt. Insgesamt zählt der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg 157 Projekte im ganzen Land auf. Einen Schwerpunkt wird auch in diesem Jahr wird die Beseitigung von Schäden durch den sogenannten Betonkrebs ausmachen. Durch die chemische Alkali-Kieselsäure Reaktion, die sich aus dem Zusammenwirken des Belags mit dem Untergrund und diversen Wetterfaktoren ergibt, wird der Belag von innen her zerstört und porös.

Seit 2005 wird versucht, der Bauschäden Herr zu werden. Insgesamt stehen 275 Autobahnkilometer in Brandenburg unter Verdacht, bei 125 Kilometern ist der Befall sicher. Repariert werden dieses Jahr Strecken der A2 und der A9, aber auch der A 13, der A 15, der A 115 und besonders östliche und südöstliche Strecken des Berliner Rings. Die Kosten für Sanierungsmaßnahmen liegen dieses Jahr bei fast 50 Millionen Euro. Insgesamt wird die Beseitigung des „Betonkrebses“ in Brandenburg bis zum Jahr 2023 rund 180 Millionen Euro kosten.

Nadelöhr Dreieck Nuthetal

Zu den teuersten Maßnahmen in diesem Jahr zähle der schon laufende Ausbau der A10 zwischen dem Autobahndreieck Potsdam und dem Autobahndreieck Nuthetal. Der Ausbau dieser Strecke werde auch für die Autofahrer selbst eine sehr einschneidende Maßnahme sein. Auf der Strecke verkehren jeden Tag rund 46000 Fahrzeuge. Auch der Ausbau der A11 zwischen Kilometer 81,7 und 90,5 in den Landkreisen Oberhavel und Uckermark gehöre zu den größeren Vorhaben in diesem Jahr, ebenso wie der Ausbau der A12 Von Kilometer 1 bis 17. Aufwendig ist auch der Bau der Ortsumgehung Thyrow (Teltow-Fläming), die die B101 zwischen Kerzendorf und Trebbin betrifft. Ein ebenfalls umfangreiches Vorhaben sind der Ausbau der B 102 vom Gewerbegebiet Schmerzke bis zur A2 im Landkreis Potsdam-Mittelmark und die Sanierung der B101 zwischen Elsterwerda und Bad Liebenwerda in Elbe-Elster. Richtig teuer werden auch ein Arbeiten auf der B 198 zischen dem Autobahnanschluss Joachimsthal und Angermünde (Uckermark) auf über zehn Kilometern.

Die Straßen werden besser und sicherer

„Mit den Investitionen werden unsere Straßen besser und sicherer“, sagte Schneider. „Gleichzeitig verbessern wir die Lebensqualität in unseren Städten und Dörfern.“ Letzteres geschehe vor allem durch die Maßnahmen bei den Ortsdurchfahrten. Der Plan für 2017 sieht 50 Baumaßnahmen bei Ortsdurchfahrten im ganzen Land vor. „Besonders viele Autofahrer betroffen sind, wenn es eine Vollsperrung gibt“, erläutert Schneider. Eine solche Vollsperrung ist zum Beispiel für den Bau der neuen Ortsdurchfahrt Hennersdorf im Elbe-Elster-Kreis vorgesehen.

Mit dem bisherigen Maßnahmen habe man allerdings noch nicht einen befriedigenden Zustand des gesamten Straßennetzes in Brandenburg erreicht, gibt Schneider zu. „Ich glaube nicht, dass wir bei einer Trendwende sind.“ Immer noch befinden sich 39 Prozent des Grundnetzes in einem schlechten Zustand. Besonders betroffen sind die Ortsdurchfahrten, von denen 60 Prozent in einem schlechten Zustand sind. Die Auswirkung bisheriger Maßnahmen kennt das Land noch nicht, da der Straßenzustand nur alle vier Jahre erhoben wird. Auch deshalb würden die Ausgaben für den Straßenbau kontinuierlich erhöht, so Schneider.

Lange Planungszeiten

Der Vorstand für Planung und Bau beim Landesbetrieb Straßenwesen, Edgar Gaffry, erläuterte, warum sich Planungsverfahren auch bei drängenden Fällen oft sehr lange hinziehen können. Nicht nur müssten im Vorfeld zum Beispiel Umwelt- und Denkmalschutzauflagen erfüllt sein, man müsse bei Ortsdurchfahrten zum Beispiel auch an die Kanalisation, den Strom und die Telekommunikation denken. Auch der Schulbusverkehr sei eine Herausforderung, weswegen viele Maßnahmen in die Ferien verlegt werden. Nicht zuletzt sollten Landwirte bei der Ernte nicht zu sehr beeinträchtigt werden und auf Autobahnabschnitten müssten Rettungswege frei bleiben. Unerwartete Entdeckungen von Bodendenkmalen wiederum könnten den Fortgang von Bauarbeiten verzögern.

Von Rüdiger Braun

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