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Brandenburg Landeschefin der Linken nicht überrascht über Rückzug der Bundesspitze
Brandenburg

Landeschefin der Linken nicht überrascht über Rückzug der Bundesspitze

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10:12 30.08.2020
Anja Mayer, Landesvorsitzende, spricht beim Landesparteitag der Linken in Brandenburg im Jahr 2019 (Symbolbild). Quelle: Christophe Gateau/dpa
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Potsdam/Cottbus

Für den Brandenburger Landesverband der Linken kommt die Rückzugs-Entscheidung der beiden linken Bundesparteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger nicht überraschend. „Ich glaube, dass das jetzt ein guter Zeitpunkt ist, dass wir eine neue Generation an die Parteispitze bringen können“, sagte die Landesvorsitzende Anja Mayer der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Sie würdigte die Arbeit der beiden Politiker, die die Partei vor mehr als acht Jahren „in einer schwierigen Situation“ übernommen hätten. Es sei ihnen gelungen, neue Schwerpunkte zu setzen, vor allem, wie die Partei das Soziale mit ökologischen Fragen verbinde, sagte Mayer. Da sei den Bundesvorsitzenden „sehr, sehr viel“ gelungen und dafür sei der Landesverband dankbar.

Umbruch steht bevor

Die Linken-Chefin im Bund, Katja Kipping, und ihr Co-Vorsitzender Bernd Riexinger haben angekündigt, im Oktober nicht wieder für den Spitzenposten zu kandidieren. Das hatten beide Politiker nach dpa-Informationen ihren Parteigremien mitgeteilt. Die Doppelspitze war vor gut acht Jahren in Kampfabstimmungen gewählt worden. Mit dem Rückzug der Vorsitzenden steht der Linken nun auf dem Parteitag in Erfurt vom 30. Oktober bis 1. November ein personeller Umbruch bevor.

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Noch keine Wünsche für neue Führung

Zu möglichen neuen Kandidaten für die Bundesspitze und der Ausrichtung der künftigen politischen Schwerpunkte der Partei wollte sich Mayer zunächst nicht äußern. Jetzt Wünsche zur künftigen Führung zu äußern sei schwierig und auch nicht der richtige Zeitpunkt. Die Corona-Pandemie habe allerdings gezeigt, dass ein starker öffentlicher Gesundheitssektor ein Schwerpunktthema der Linken sein sollte. Zwar sei Deutschland in der Corona-Pandemie besser weggekommen als andere Länder. „Aber trotzdem ist ein Gesundheitssystem, dass sich rentieren muss, eindeutig falsch“, sagte Mayer.

Von dpa/RND