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Brandenburg Urteil „gerecht“: Lebenslang für Dreifachmord
Brandenburg Urteil „gerecht“: Lebenslang für Dreifachmord
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07:10 28.02.2018
Der Angeklagte (l) am Tag der Urteilsverkündung.
Der Angeklagte (l) am Tag der Urteilsverkündung. Quelle: dpa
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Frankfurt (Oder)

Wegen dreifachen Mordes ist der 25-jährige Jan G. in Ostbrandenburg zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt (Oder) sprach ihn am Freitag schuldig, vor knapp einem Jahr seine Großmutter und zwei Polizisten innerhalb weniger Stunden getötet zu haben. Die Richter stellten zudem die besondere Schwere der Schuld fest - das heißt, dass der Verurteilte auch nach 15 Jahren Haft nicht aus dem Gefängnis kommt.

Das Interesse an dem Prozess war groß: Besucher und Journalisten warten am Tag der Urteilsverkündung auf den Einlass in den Gerichtssaal. Quelle: dpa

Innenminister Schröter: „gerechtes Urteil“

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) sprach von einem gerechten Urteil. Es sei „der Schwere und der Bedeutung der begangenen Straftaten angemessen“. Das hohe Strafmaß mache klar, dass von diesem Menschen nie mehr eine tödliche Gefahr für andere ausgehen werde.

Seine Großmutter und zwei Polizisten getötet

Der Fall hatte bundesweit Bestürzung ausgelöst. Zunächst hatte der Mann laut dem Urteil seine Großmutter an ihrem 79. Geburtstag im gemeinsamen Wohnhaus in Müllrose (Oder-Spree) erstochen. Auf der anschließenden Flucht vor der Polizei überfuhr er in der Nähe zwei Beamte an einer Bundesstraße bei Beeskow mit überhöhter Geschwindigkeit. Die Polizisten waren sofort tot.

Gericht folgte der Staatsanwaltschaft

Mit dem Strafmaß entsprach das Gericht der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte hingegen auf zwölf Jahre Gefängnis plädiert.

In Müllrose (Oder-Spree) ereignet sich am 28. Februar 2017 ein schreckliches Verbrechen. Dort ersticht der 24-jährige Jan G. zunächst seine Großmutter. Dann flieht er und überfährt auf der Flucht zwei Polizisten an einer Straßensperre in Beeskow, Ortsteil Oegeln.

Polizisten wollten Fluchtauto stoppen

Die Polizisten im Alter von 49 und 52 Jahren sollten an dem Tag Ende Februar 2017 eine Kontrollstelle einrichten, um das Fluchtauto zu stoppen. Der Angeklagte raste aber mit dem Wagen seiner Großmutter direkt auf die beiden am Straßenrand zu.

Großmutter mit Küchenmesser erstochen

Die Rentnerin starb, nachdem ihr Enkel sie mit Fäusten und einem Küchenstuhl attackiert hatte und mit einem Küchenmesser auf sie einstach. Der Angriff soll sich an einem Streit um eine vollgestellte Badewanne entzündet haben.

Der junge Mann stand am Tattag den Ermittlungen zufolge unter Drogen. Er hatte im Prozess zugegeben, für den Tod der drei Menschen verantwortlich zu sein.

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Von MAZonline, dpa

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