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Brandenburg Letzte A14-Klage in Sachsen-Anhalt abgewendet: Kommt jetzt der Lückenschluss?
Brandenburg Letzte A14-Klage in Sachsen-Anhalt abgewendet: Kommt jetzt der Lückenschluss?
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12:19 11.09.2019
Ein Betonfertiger baut zwischen Colbitz und Dolle die Fahrbahndecke der Autobahn 14. Quelle: Peter Gercke/zb/dpa
Seehausen/Magdeburg

Das juristische Tauziehen um die A14-Nordverlängerung in Sachsen-Anhalt scheint ein Ende zu finden. Nach dem BUND und der Verbandsgemeinde Seehausen will nun auch die Hansestadt Seehausen (Sachsen-Anhalt) ihre Klage gegen das Bauprojekt von Magdeburg Richtung Ostsee zurücknehmen. Der Stadtrat habe am Dienstagabend einer Vereinbarung zwischen Stadt und dem Land Sachsen-Anhalt zugestimmt, sagte Bürgermeister Detlef Neumann am Mittwoch. Das Verkehrsministerium in Magdeburg begrüßte die Entscheidung. Es ging mit der Elbquerung um einen besonders sensiblen Naturraum.

Juristisches Tauziehen führte zu Verzögerungen

Die Hansestadt Seehausen habe ihre Forderung nach mehr Lärmschutz durchgesetzt und Verbesserungen im ländlichen Wegebau erreicht, sagte Neumann. Es werde teils neue Wege für die Landwirte und ihre Maschinen geben, bisherige würden besser ausgebaut. Die Verbandsgemeinde Seehausen hatte zuvor ähnliche Verbesserungen erreicht. Anfang August hatten sich der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) und das Land Sachsen-Anhalt auf einen Kompromiss geeinigt. Dazu gehören zusätzliche Flächen für den Arten- und Habitatschutz, Trassenbegrünungen und Lärmschutzbauten. Auch das Land Brandenburg hatte sich mit dem BUND geeinigt.

• Lesen Sie auch: Jahrhundertprojekt Autobahn 14 wird vollendet

Die Nordverlängerung der Autobahn 14 umfasst 155 Kilometer zwischen den Anschlussstellen Dahlenwarsleben und Schwerin. Baustart war 2011. Während die 26 Kilometer in Mecklenburg-Vorpommern und ein Großteil der 32 Kilometer im Land Brandenburg bereits fertig sind, rollt in Sachsen-Anhalt seit 2014 bisher nur auf 5 von 97 Kilometern der Verkehr. Unter anderem juristische Tauziehen führten zu Verzögerungen.

Ein Sprecher des Verkehrsministeriums in Magdeburg betonte, dass nun noch eine Reihe Formalien folgten, um auch den Vergleich mit der Hansestadt Seehausen rechtskräftig werden zu lassen. Vermutlich dauere es noch mehrere Wochen bis man sagen könne, dass die Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht tatsächlich zurückgenommen sei.

Von RND/dpa

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