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Brandenburg „Liegender Löwe“ bewacht Museumsinsel
Brandenburg „Liegender Löwe“ bewacht Museumsinsel
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16:03 22.05.2019
Mitarbeiter eines Logistikunternehmens hieven den „Liegenden Löwen“ des Künstlers August mit einem Kran auf einen Sockel. Quelle: Gregor Fischer/dpa
Berlin

Ein geschichtsträchtiger „Liegender Löwe“ wacht künftig über den zentralen Empfang auf der Berliner Museumsinsel. Die mehr als eine Tonne schwere Steinskulptur des Tierbildhauers und Medailleurs von August Gaul (1869–1921) wurde am Mittwoch mit einem Kran über den eindrucksvollen Treppenaufgang in die neue James-Simon-Galerie gehoben.

Das neue Entrée an der Museumsinsel

Der Bau von Stararchitekt David Chipperfield soll am 12. Juli im Beisein von Kanzlerin Angela Merkel eröffnet werden. Der Komplex dient künftig als Empfangsgebäude und Besucherzentrum für die Museumsinsel im Herzen Berlins. In direkter Nachbarschaft locken dort Altes Museum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie, Bode-Museum und Pergamonmuseum jährlich rund 2,5 Millionen Besucher an.

Verleger Rudolf Mosse lässt Skulptur anfertigen

Der Löwe steht für wechselvolle deutsche Kulturgeschichte. Die 1903 beendete Skulptur hatte der Verleger und Mäzen Rudolf Mosse (1843–1920) für seine Sammlung in Auftrag gegeben. Der Löwe bewachte ein prachtvolles Palais mit der Sammlung, die den Erben 1933 durch die Nazis entzogen wurde. Später versteigerten Auktionshäuser viele Arbeiten. Das Palais wurde im Krieg zerstört, die Skulptur widerstand zwischen Trümmern.

Raubkatze wurde gründlich restauriert

Im geteilten Berlin gelangte die nun restaurierte Skulptur als Schenkung des Magistrats in die Nationalgalerie und nach der Wende in die heutige Alte Nationalgalerie. 2015 wurde das Werk nach Angaben der Stiftung Preußischer Kulturbesitz an die Erben zurückgegeben – und ein Jahr später für die Alte Nationalgalerie rechtmäßig erworben.

Von MAZonline