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Brandenburg So war der MAZ-Talk zur Landtagswahl in Brandenburg
Brandenburg So war der MAZ-Talk zur Landtagswahl in Brandenburg
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10:08 13.08.2019
V.l.n.r. Torsten Gellner (MAZ-Redakteur), Dietmar Woidke (SPD), Peter Vida (BVB/Freie Wähler), Kathrin Dannenberg (Die Linke), Andreas Kalbitz (AfD), Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen), Hans-Peter Goetz (FDP), Ingo Senftleben (CDU) und Henry Lohmar (MAZ-Chefredakteur). Quelle: Martin Müller
Potsdam

Am 1. September wählen die Brandenburger einen neuen Landtag – und anders als bei den bisherigen Landtagswahlen ist völlig offen, wer die nächste Regierung anführt. In jüngsten Umfragen liegen die Parteien dicht beieinander. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) droht der Machtverlust und die AfD könnte zwar erstmals in einem Bundesland stärkste Kraft werden, hat aber keinen potenziellen Koalitionspartner.

Bei einem öffentlichen Wahlforum hat die MAZ am Montag den sieben Spitzenkandidaten der Parteien, die eine Chance auf den Einzug in den nächsten Landtag haben, auf den Zahn gefühlt: Wofür stehen Dietmar Woidke(SPD), Ingo Senftleben (CDU), Andreas Kalbitz (AfD), Kathrin Dannenberg (Linke), Ursula Nonnemacher (Grüne), Hans-Peter Goetz (FDP) und Peter Vida (Freie Wähler)? Mit welchen Konzepten wollen sie die Wähler in Brandenburg überzeugen? Und wer will nach der Wahl mit wem koalieren? 

Hier können Sie die Debatte noch einmal nachlesen.

  • 12.08.19 18:00
    Danke für Ihre Aufmerksamkeit - und vergessen Sie nicht, am 1. September wählen zu gehen! Wenn Sie sich dafür noch umfassender informieren wollen - alle Infos rund um die Wahl finden Sie auf unserer Themenseite. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend.
  • 12.08.19 17:56
    Damit endet der Talk zur Wahl. Die MAZ-Wahlreporter fahren übrigens noch bis Ende August durch Brandenburg, um - unabhängig von Parteipolitik - über Menschen zu berichten, die die großen Probleme des Landes im Kleinen direkt vor ihrer Haustür erleben. Sie haben auch etwas zu erzählen? Klicken Sie hier, um ihnen eine Nachricht zu schicken.
  • 12.08.19 17:53
    Die letzte Frage der Moderatoren an die Runde bezieht sich auf das Thema Koalitionspartner: "Mit wem würden sie im Spreewald gerne paddeln gehen?"

    Die Antworten sorgen für einige Lacher.

    Senftleben: "Ich würde gerne Frau Nonnemacher mit ins Boot einladen, aber ich sitze hinten und steuere."

    Goetz: "Grüne, SPD und CDU."

    Nonnemacher: "Ich würde gerne mit Frau Dannenberg paddeln. Unter Frauen geht es nicht so viel darum, wer der Bessere ist."

    Kalbitz: "Den Ausflug müssen wir verschieben, das wird sich aber ändern."

    Dannenberg: "Frauenpower finde gut. Mal sehen wer noch von den Männern mit im Boot sitzt."

    Vida: "Rein menschlich wäre ich gerne mit Herrn Woidke unterwegs. Und wir paddeln leistungsstark."

    Woidke: "Mit Frau Dannenberg hat das Boot schon viele Ziele erreicht. Diese Partnerschaft würde ich gerne fortsetzen."
  • 12.08.19 17:46
    "Gibt es konkrete Vorschläge für Arbeitsplätze in der Lausitz, die nicht nur dem Umzug von Behörden dorthin betreffen?" will eine Dame aus dem Publikum von Woidke wissen. "Wir bauen eine staatliche Mediziner-Ausbildung auf", antwortet der. Mehr Vorschläge kommen vom Mann, der sich als nächstes für eine Frage gemeldet hat. Wasserstoff-Technologie zum Beispiel. Nonnemacher (Grüne) hält diese noch für zu teuer. "Aber es ist sicher richtig, die Lausitz als Energie-Region zu erhalten und dort weiter zu forschen."
  • 12.08.19 17:41
    Die nächste Frau, die sich meldet, wettert gegen die Politik bei der Kreisgebietsreform, bei der viele Stimmen der Bürger ignoriert worden seien. Woidke verteidigt sich: "Es war die richtige Entscheidung, die Reform zu stoppen."
  • 12.08.19 17:38
    Nun ist die Runde für Fragen aus dem Publikum geöffnet. Als erstes meldet sich eine Frau von den "Omas gegen Rechts" und fragt Kalbitz nach seinem Volksbegriff. "Deutsche Pässe würden vergeben wie Obst", behauptet der, kann aber auf Nachfrage von Senftleben keine Zahl nennen, die diese Aussage belegen würde.
  • 12.08.19 17:34
    Woidke dagegen war 1989 auf einer Demo für die friedliche Revolution. Ihm drehe sich der "der Magen um", wenn er entsprechende Plakate der AfD sehe. Lauter Applaus. Am schlimmsten sei aber die Verwendung eines Zitats von Willy Brandt gewesen. Den Konflikt können Sie hier nochmal nachlesen:
  • 12.08.19 17:33
    Beim Wahlkampfauftakt der Partei in Cottbus hatte Björn Höcke, der aus Hessen stammt, gerufen „dafür haben wir nicht die friedliche Revolution gemacht“ und „es fühlt sich schon wieder an wie in der DDR“. Wie er als Bayer dazu stehe? fragt Henry Lohmar Kalbitz. "Ich habe nie behauptet, dafür auf die Straße gegangen zu sein", sagt Kalbitz.
  • 12.08.19 17:30
    Was für eine Wende 2019 Kalbitz fordert, wie es auf den Wahlplakaten der AfD steht? Mehr Bürgerentscheide zum Beispiel. Statt Inhalte zu nennen, kritisiert Kalbitz Woidke: Die "Anti-Wessi-Hetze" der SPD gegen ihn - er kommt aus München - werde nicht funktionieren.
  • 12.08.19 17:26
    Während die Anhänger der Grünen und der FDP überdurchschnittlich häufig von einer Verbesserung der Lebenssituation ausgehen, meinen vor allem die Anhänger der AfD überdurchschnittlich häufig, dass es den Menschen in Ostdeutschland heute schlechter gehe als vor 1989. Andreas Kalbitz sagt: "Es ist kaum nachvollziehbar, dass Menschen im Osten immer noch eine andere Rente bekommen."
  • 12.08.19 17:23
    30 Jahre nach dem Mauerfall darf auch an diesem Abend das Thema Ost-West nicht fehlen. Auch in der Forsa-Umfrage der MAZ gab es dazu interessante Erkenntnisse.
  • 12.08.19 17:19
    Ingo Senftleben (CDU) kritisiert erneut seinen Kontrahenten Dietmar Woidke (SPD): "Sie hatten die Chancen und haben sie nicht genutzt." Er steht zu dem Kohle-Kompromiss 2038, aber "kein Dorf in Brandenburg darf dem Ausstieg weichen". Das habe er den Wählern vor Ort versprochen. "Mut machen ist die entscheidende Botschaft", ruft der Christdemokrat. Und dann - als generellen Appell - an Kalbitz: "Deshalb hören Sie endlich auf, den Menschen Angst zu machen!" Lauter Applaus im Saal.
  • 12.08.19 17:15
    Andreas Kalbitz (AfD) meint, die Lausitz brauche erstmal einen Plan für die Abwicklung, bevor es um Zukunftskonzepte gehen könne. Voraussetzungen wie Infrastruktur seien derzeit noch gar nicht gegeben. Und lässt noch eine Spitze fallen: "Auch die Kinder, die zu Fridays for Future laufen, brauchen Strom aus der Steckdose."
  • 12.08.19 17:12
    Der amtierende Ministerpräsident Woidke (SPD) sagt, dass erneuerbare Energien ein riesiges Thema für die Wirtschaft seien. "Dezentralisierung und Demokratisierung sind der Weg". Die Gemeinden müssten miteinbezogen werden. Mit den erneuerbaren Energien werde man übrigens auch den Kohleausstieg schaffen. "Davon bin ich überzeugt. Die Lausitz kann Modellregion für die Verkoppelung von Wirtschaftswachstum und Klimaschutz werden."
  • 12.08.19 17:08
    Peter Vida von den Freien Wählern hält den Ausbau der Windkraft für "einen der rücksichtslosesten Vorgänge in der Bundesrepublik" und fordert einen Stopp. Brandenburg habe die höchsten Strompreise Europas deshalb. Stirnrunzeln bei Frau Nonnemacher. Vidas Statement polarisiert auch im Saal. Im Publikum gibt es Buhrufe, aber auch Beifall.
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Von Maike Schultz

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