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Brandenburg Lufthansa lässt Zukunft am BER offen
Brandenburg Lufthansa lässt Zukunft am BER offen
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17:45 06.05.2019
Die Lufthansa Technik hat sich noch nicht zur Zukunft am Flughafen BER geäußert. Quelle: Jörg Carstensen/dpa
Potsdam

Das Engagement der Lufthansa Techniktochter am neuen Flughafen BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald) ist weiter unklar. Das Unternehmen, das in Tegel und Schönefeld Wartungshallen und Werkstätten mit 470 Mitarbeitern betreibt, hat sich laut Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup noch nicht zu seiner Zukunft am BER geäußert. „Wir haben ein großes Interesse daran, Maintenance-Arbeitsplätze zu erhalten und weiter zu entwickeln“, sagte Lütke Daldrup am Montag im Sonderausschuss des Brandenburger Landtags.

Nachdem die Lufthansa-Tochter ein angebotenes Erbbaurecht-Grundstück auf dem BER-Gelände abgelehnt hat, will der Flughafen die Flächen nun im Sommer in einem Bieterverfahren auf dem freien Markt anbieten. „Die Lufthansa ist frei, sich daran zu beteiligen“, sagte Lütke Daldrup.

Schicksal der Rohrwerkstatt ist besiegelt

Die Lufthansa-Tochter hatte vor einem Jahr angekündigt, dass sie die sogenannte Rohrwerkstatt, in der Triebwerksteile repariert werden, in Schönefeld aufgeben will, weil die Halle dem Flughafenausbau im Weg ist. Statt in Schönefeld an anderer Stelle neu zu bauen, will das Unternehmen die Werkstatt in Ungarn neu aufbauen. Es geht um 60 hochqualifizierte Arbeitsplätze. Wie es mit den weiteren Wartungshallen in Schönefeld und Tegel weitergeht, ist noch offen.

„Die Lufthansa muss eine unternehmerische Entscheidung treffen, mit welcher Aufstellung sie am BER einsteigt“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer. Das Ministerium sei in Gesprächen mit der Lufthansa. Auch eine mögliche Förderung sei diskutiert worden. Das sei aber wettebewerbsrechtlich nicht ganz einfach, so Fischer.

Schulze spricht von „Abbau Ost“

Der fraktionslose Abgeordnete Christoph Schulze warf der Landesregierung vor, sich nicht genügend, dafür aber zu spät für den Technik-Standort einzusetzen. „Was wir jetzt haben, ist Abbau Ost“, sagte Schulze. Es sei hochgefährlich, wenn sicherheitsrelevante Reparaturen künftig in einem Billiglohnland durchgeführt würden.

Er verwies darauf, dass die MAZ schon vor einem Jahr über die Schließungspläne informiert hatte. Wirtschaftsstaatsekretär Fischer traf sich aber nach eigenen Angaben erst Anfang April mit Lufthansa-Vertretern in der Sache. „Sie haben das einfach verpennt“, so Schulze.

„Hier geht es um wichtige Industriepolitik“, sagte der CDU-Verkehrsexperte Rainer Genilke. „Da muss man drum kämpfen.“ Er vermutet, dass der Teilrückzug der Lufthansa auch mit der mehrfachen Verschiebung der Eröffnung zusammenhängt. „Was mich irritiert ist, dass sich die größte Airline Europas bisher nicht für den BER entschieden hat. Vielleicht liegt es daran, dass die Flughafengesellschaft stategisch unpünktlich ist“, sagte er.

Von Torsten Gellner

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