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Brandenburg MAZ-Sommerfest mit heldenhaften Ehrengästen
Brandenburg MAZ-Sommerfest mit heldenhaften Ehrengästen
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12:59 24.08.2018
Ehrung der Feuerwehrleute, die Fichtenwalde vor dem Waldbrand gerettet haben. Quelle: Julian Stähle
Potsdam

Verkehrte Welt: In der Regel kommt die Märkische Allgemeine ja aus der Redaktion beziehungsweise dem Druckhaus zu ihren Lesern; sei es in Papierform, online oder als E-Paper. Gestern Abend war es einmal andersherum: 450 Gäste aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport kamen zur MAZ an der Friedrich-Engels-Straße in der Teltower Vorstadt, um den Sommer mit einem Hoffest bei guten Gesprächen ausklingen zu lassen – natürlich inklusive Einblicken ins Druckhaus, wo die taufrischen Zeitungen allabendlich vom Band laufen, und in die Redaktionsräume im roten Klinkerbau des MAZ-Haupthauses.

Am 23. August 2018 feierte die MAZ ihr alljährliches Sommerfest. Rund 450 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur waren geladen.

Dabei hatten sich auch ganz besondere „Stargäste“ eingefunden, die sich aber auf keinem Fall als solche verstanden wissen wollten: Zehn Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren von Glindow, Fichtenwalde, Beelitz und Werder/Havel (alle Potsdam-Mittelmark) standen auf der Bühne – quasi stellvertretend für all die Brandbekämpfer, die in diesem Sommer schier Übermenschliches beim Waldbrand in Fichtenwalde geleistet haben.

Auch gestern wüteten wieder Feuer, diesmal im Dörfchen Tiefenbrunnen nicht weit von Fichtenwalde.„Wir haben vor einigen Wochen nach dem Einsatz eine Titelseite gedruckt mit einem großen ,Danke’ – und das ,Danke’ wollen wir heute im Namen der Leser, die sich auch vielfältig bei uns gemeldet hatten, noch einmal persönlich aussprechen“, sagte Chefredakteurin Hannah Suppa, die zuvor mit den beiden Geschäftsführern Benjamin Schrader und Marc Becker die Gäste begrüßt hatte.

Frage an die Feuerwehrleute nach der Ehrung auf der Hoffest-Bühne: Fühlt man sich nach so einem Groß-Einsatz wie in diesem Sommer nicht als der ultimative Superheld? Sebastian Klamt, Ortswehrführer von Fichtenwalde und Vize-Stadtwehrführer von Beelitz, schüttelte nur abwehrend den Kopf. „Auf keinen Fall“, sagte der 36-Jährige, der für das Fest die schicke Ausgehuniform aus dem Schrank geholt hatte: „Es ist nur so, dass man danach ein Stück mehr Ehrfurcht vor der Naturgewalt Feuer hat.“ Besonders wichtig ist es für Klamt, auch auf die Verdienste anderer zu verweisen – unter anderem auf die Leistungen der Verwaltungen der Stadt Beelitz und der Gemeinde Schwielowsee. Um ein Haar wäre auch das Haus der Klamts in Fichtenwalde ein Opfer der Flammen geworden. Doch mittlerweile sind die Schrecken dieser Tage wieder etwas in den Hintergrund getreten – vor einer Woche sind der Wehrführer und seine Frau zum zweiten Mal Eltern geworden: „Er heißt Nils“, erzählte Klamt glücklich.

Ob Klein-Nils irgendwann in die Feuerwehrmann-Fußstapfen des Vaters tritt? Abwarten und Tee trinken. Oder auch Cocktails, die beim Hoffest gut gegen die Hitze halfen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) – er zählt mittlerweile zu den Stammgästen – prostete den Gastgebern symbolisch in seiner Rede zu: „Danke liebe MAZ-Macherinnen und Macher, dass Sie dem Ehrenamt so großen Raum in der Berichterstattung einräumen“, betonte er. „Das ist gut so, denn unsere wichtigen Regionalzeitungen leben vom Regionalen und bereichern das Regionale. Und ich kann nur meinen Hut vor Ihnen ziehen, wie es Ihnen gelungen ist, die MAZ weiterzuentwickeln – optisch und inhaltlich.“

Auch für viele Gäste zählt Brandenburgs größte Heimatzeitung zum unverzichtbaren Teil ihres Tages. Jürgen Eschert, Kanu-Gold-Medaillengewinner der Olympische Spiele in Tokio 1964, macht morgens nach dem Training mit seiner Frau am Frühstückstisch „Zeitungsschau“. Genauso hält es Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) – wobei ihm immer zunächst der Sportteil zugedacht wird. Hendrik Röder, der mit Peter Walther das Brandenburgische Literaturbüro leitet, war früher selbst Journalist. Die Herausforderungen für die Zunft seien groß, sagte Röder nachdenklich: „Sich nicht mit einer Sache gemein zu machen und Neutralität zu wahren.“

Von Ildiko Röd

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