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Brandenburg Mädchen (5) aus Eberswalde sah zwei Jahre lang kein Tageslicht
Brandenburg Mädchen (5) aus Eberswalde sah zwei Jahre lang kein Tageslicht
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13:02 12.01.2020
ARCHIV - 12.01.2014, Brandenburg, Frankfurt (Oder): ILLUSTRATION - Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes an einer Wand eines Zimmers. Jugendmediziner haben einen besseren Schutz für Kinder vor Gewalt und eine stärkere Lobby für die Kleinsten gefordert. Tagtäglich würden Jungen und Mädchen Opfer von Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung, sagte Tanja Brüning, Leiterin der Medizinischen Kinderschutzambulanz an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln der dpa am Rande einer Expertenveranstaltung in Lünen. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Quelle: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp
Eberswalde

Ein schlimmer Verdacht, und ein Fall, der an die Geschichte Kaspar Hausers erinnert: Ein fünfjähriges Mädchen aus Eberswalde (Barnim) soll zwei Jahre lang kein Tageslicht gesehen haben.

Wie die „Märkische Oderzeitung“ berichtet, sei das Mädchen über Weihnachten in das Immanuel Klinikum Bernau eingeliefert worden. Das Kind sei körperlich und geistig stark zurückgeblieben und habe einen extrem verwahrlosten Eindruck gemacht, will die Zeitung aus dem Umfeld des Krankenhauses erfahren haben.

Mindestens zwei Jahre lang soll das Mädchen völlig auf sich allein gestellt gewesen sein. Es habe gelebt wie „Kaspar Hauser“, hieß es. Hauser tauchte im Jahr 1828 in Nürnberg auf und berichtete, er sei Jahre lang bei Wasser und Brot in einem dunklen Raum gefangen gewesen. Die Geschichte um den Findling hatte internationales Aufsehen erregt.

Krankenhaus bestätigt Fall nicht – aus Datenschutzgründen

Im Fall der fünfjährigen Eberswalderin sind die Hintergründe noch unklar. Eine offizielle Bestätigung des Krankenhauses über die Einlieferung gibt es nicht. Doch das ist in solchen Fällen aus Datenschutzgründen die Regel. Pressesprecherin Jenny Jörgensen sagte der MOZ: „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine Angaben dazu machen können, ob und welche Patienten bei uns behandelt werden.“

Grundsätzlich folge das Immanuel Klinikum Bernau bei Verdachtsfällen auf Kindesmisshandlung und -vernachlässigung den Empfehlungen des Kinderschutzes an Kliniken der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (DAKJ) und der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM) – „in enger Abstimmung mit den zuständigen Jugendämtern“, teilte die Klinik mit.

Jugendamt nahm drei Kinder in Obhut

Die Polizei hat bislang ebenfalls keine Hinweise auf den Fall. Allerdings bestätigte die Sozialdezernentin des Landkreises, Yvonne Dankert, den Fall. Das Mädchen sei unter Mitwirkung des Jugendamtes eingewiesen worden. Zu den näheren Umständen machte auch sie aus Datenschutzgründen keine Angaben. Offenbar wurden weitere Kinder aus der Familie in Obhut genommen. Insgesamt habe es sich um drei Kinder gehandelt. Zwei ältere Geschwister seien in Jugendhilfe-Einrichtungen untergebracht worden.

Von MAZOnline

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