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Brandenburg Märkische Regionen bei Kinderarmut traurige Spitze
Brandenburg Märkische Regionen bei Kinderarmut traurige Spitze
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20:27 23.05.2013
POTSDAM

Etwa jedes dritte Kind lebt in den beiden kreisfreien Städten und in dem Landkreis im Norden der Mark von Leistungen des Staates, wie aus einer Erhebung des Bremer Instituts für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ) hervorgeht.

Am härtesten trifft es Frankfurt (Oder). Dort sind 33 Prozent der Kinder unter 15 Jahren leistungsberechtigt. Im Bundesvergleich bedeutet das Rang sechs. Der Landkreis mit der höchsten Hartz-IV-Quote bei Kindern in Deutschland ist Bremerhaven mit 35,1 Prozent.

„Viele Familien müssen ab dem Zehnten des Monats schon den Konsum einschränken“, sagt Katrin Stoll-Hellert vom Regionalbüro Frankfurt (Oder) des Paritätischen Landesverbandes. Kinder, die ohne Frühstück in die Schule kommen, nicht zu Kindergeburtstagen gehen oder nicht an kostenpflichtigen Zusatzangeboten in der Kita teilnehmen, seien in der Oderstadt an der Tagesordnung. Von vergleichbaren Bedingungen beim Aufwachsen könne in Brandenburg keine Rede mehr sein. In Potsdam-Mittelmark leben nur 9,4 Prozent der Kinder von Hartz IV.

Wie in ganz Deutschland ist auch in Brandenburg die Zahl der Kinder, deren Eltern auf Arbeitslosengeld II angewiesen sind, gesunken. Ende 2012 lebten rund 57 600 junge Märker (19,6 Prozent) in sogenannten Bedarfsgemeinschaften. 2007 waren es noch knapp 69 500 (25,2 Prozent). Im Bundesvergleich liegt Brandenburg damit im Mittelfeld. Die höchste Zahl bedürftiger Kinder hat Berlin mit 33,6 Prozent. In Bayern sind es nur 6,7 Prozent.

Ein Grund für den Rückgang in Brandenburg sei die gute Arbeitsmarktentwicklung, sagt der Sprecher des Sozialministeriums, Florian Engels. Dennoch gebe es keinen Anlass, zufrieden zu sein. Vor allem Kinder, die nur bei einem Elternteil aufwachsen, seien einem großen Armutsrisiko ausgesetzt. „Bei den Bedarfsgemeinschaften mit Kindern unter 15 Jahren bilden Alleinerziehende den größten Anteil“, so Engels. Das Land habe deshalb Projekte aufgelegt, um Alleinerziehende in Arbeit zu bringen. Auch das Jobcenter Uckermark versuche verstärkt, Stellen für Eltern zu finden, sagt der zweite Beigeordnete des Kreises, Frank Fillbrunn: „Familien rücken in den Fokus der Fallmanager.“ (Von Marion Kaufmann)

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