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Brandenburg Anbau für Institut für molekulare Pflanzenphysiologie übergeben
Brandenburg Anbau für Institut für molekulare Pflanzenphysiologie übergeben
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17:49 22.05.2019
2500 Quadratmeter Nutzfläche bietet der Erweiterungsbau des MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie.
2500 Quadratmeter Nutzfläche bietet der Erweiterungsbau des MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie. Quelle: MPI Pflanzenphysiologie
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Golm

Raus aus den Containern, hinein in ein richtiges Haus. Rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts für molekulare Pfanzenphysiologie hatten gestern allen Grund zur Freude: Gleichzeitig mit der Geburtstagsfeier des 1994 in Potsdam gegründeten Instituts wurde von Wissenschaftsministerin Martina Münch (SPD) am Mittwoch auch der neue Gebäudeteil übergeben.

Büroräume, Labore, Pflanzenzucht

In dem Erweiterungsbau entstanden auf insgesamt mehr als 2500 Quadratmetern Nutzfläche neue Büroräume, Labore, Klimakammern, Pflanzenanzuchtkammern und Flächen für Rechner. Außerdem beherbergt der Anbau Werkstatt- und Lagerflächen. Gekostet hat das Haus mitsamt seiner Ausstattung rund 18 Millionen Euro. Er wurde gemeinsam vom Bund, den Bundesländern sowie vom Land Brandenburg selbst finanziert.

„Das Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie hat sich in den vergangenen 25 Jahren zu einem der führenden Standorte für Pflanzenforschung entwickelt und gehört weltweit zu den renommiertesten Forschungsinstituten auf diesem Gebiet“, lobte Münch die Arbeit des Instituts.

Begonnen hatte die Forschung des Instituts 1995 noch in einer Unterkunft auf dem Campus der Universität Potsdam. Erst 1999 konnten die Wissenschaftler in den Neubau auf dem Wissenschaftspark Golm ziehen. Das Institut wuchs in den Jahren 2000 und 2004 um zwei weitere Abteilungen. Was 1995 mit 16 Forschern begonnen hatte, zählt heute knapp 400 Mitarbeiter.

Kleinste Details zum Wachstum der Pflanzen

Das Institut erforscht Prozesse, die das Wachstum von Pflanzen bestimmen oder beeinflussen. Die Forscher setzen Pflanzen zum Beispiel unterschiedlichen Bedingungen aus und untersuchen teilweise bis hinab zur molekularen Ebene, wie Pflanzen darauf reagieren. Im Zuge ihrer Arbeit haben sie auch Software-Programme entwickelt, umfassende Datensätze in ihren biologischen Zusammenhänge darzustellen. Praktische Anwendung findet diese Arbeit in der Entwicklung neuer Pharmazeutika aus Pflanzen.

Am Donnerstag wollen frühere Wissenschaftler des Instituts in einem Kolloquium über ihre gegenwärtige Forschungsarbeit sprechen.

Von Rüdiger Braun