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Brandenburg Medienaufsicht stellt Verfahren gegen „KenFM“ ein
Brandenburg

Medienaufsicht Berlin-Brandenburg stellt Verfahren gegen „KenFM“ ein

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12:30 26.10.2021
Drei Monate nachdem „KenFM“ vom Netz gegangen ist, hat auch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg ihr Verfahren gegen das Online-Angebot des frühere RBB-Journalist Jebsen eingestellt. Das neue Angebot auf der Web-Domain wird allerdings noch geprüft.
Drei Monate nachdem „KenFM“ vom Netz gegangen ist, hat auch die Medienanstalt Berlin-Brandenburg ihr Verfahren gegen das Online-Angebot des frühere RBB-Journalist Jebsen eingestellt. Das neue Angebot auf der Web-Domain wird allerdings noch geprüft. Quelle: RBB
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Berlin

Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB) hat das Verfahren gegen das Online-Angebot „KenFM“ des Publizisten Ken Jebsen eingestellt. Das teilte eine MABB-Sprecherin dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in Berlin mit. Hintergrund ist, dass das Angebot bereits seit rund drei Monaten nicht mehr existiert. Stattdessen werden Nutzer auf die Seite „apolut.net“ umgeleitet. Wie es dort heißt, ist Jebsen als Berater für das neue Angebot „im Hintergrund aktiv“.

Die MABB hatte das Verfahren gegen „KenFM“ im vergangenen Frühjahr eingeleitet. Damals hieß es, zwar habe das Medium nach einem Hinweisschreiben der Medienanstalt einige Anpassungen vorgenommen und beispielsweise zusätzliche Quellen für Behauptungen angeführt. Diese Änderungen seien aber noch nicht ausreichend, um die journalistische Sorgfaltspflicht zu erfüllen.

Prominente Figur der neurechten Szene

Weil im Impressum von „apolut.net“ als Geschäftssitz ebenfalls eine Berliner Adresse angegeben wird, ist die MABB auch für die Aufsicht über das neue Angebot zuständig. Während bei „KenFM“ noch Jebsen selbst als Anbieter eingetragen war, nennt das Impressum von „apolut.net“ als Geschäftsführerin Lena Lampe. Derzeit werde der Umgang mit „apolut.net“ noch geprüft, sagte die MABB-Sprecherin. Die Seite beinhaltet unter anderem ein Archiv mit alten „KenFM“-Beiträgen.

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Der frühere RBB-Journalist Jebsen ist in der neurechten Szene eine prominente Figur. Während er Anfang der 2000er mit seiner in Potsdam produzierten Radio-Show „KenFM“ noch Tausende begeisterte, driftete er nach und nach in Verschwörungstheorien ab. Er behauptete unter anderem, die USA hätten die Anschläge vom 11. September 2001 selbst inszeniert. Jebsens Youtube-Kanal, der ebenfalls „KenFM“ hieß, hatte das Videoportal Anfang des Jahres dauerhaft gesperrt.

Von RND/dpa