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Brandenburg Medienbericht: Verkauf von Lila Bäcker gescheitert – Hunderte Mitarbeiter vor Entlassung
Brandenburg Medienbericht: Verkauf von Lila Bäcker gescheitert – Hunderte Mitarbeiter vor Entlassung
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20:03 03.06.2019
Der Verkauf der Bäckereikette „Lila Bäcker“ ist laut einem Medienbericht gescheitert. Quelle: picture alliance/dpa
Neubrandenburg

Kein Investor für den „Lila Bäcker“? Der Verkauf der seit Januar insolventen Bäckereikette sei wohl gescheitert, die Geschäfte sollen die bisher beteiligten Banken übernehmen, berichtet der NDR. Und: Es gehe wohl auch nicht ohne Stellenabbau: 430 Mitarbeiter sollen entlassen werden, vor allem in Brandenburg.

Auch der brandenburgische Produktionsstandort Dahlewitz soll geschlossen und künftig nur noch als Logistikzentrum genutzt werden, so das Konzept der Banken. Einen Sozialplan werde es vermutlich nicht geben. Mehrere Gesellschaften der Bäckereikette seien überschuldet. Dennoch wollten die Banken investieren, das Land beteilige sich mit Bürgschaften in Höhe von sieben Millionen Euro. Die Produktionsstandorte Pasewalk und Neubrandenburg bleiben nach bisherigem Stand erhalten.

Gewerkschaft ist Scheitern der Verhandlungen nicht bekannt

Die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) widerspricht der Darstellung: Es sei ihm nicht bekannt, dass die Verhandlungen gescheitert seinen, erklärt Jörg Dahms. Jedoch gebe einen Antrag auf eine Bankbürgschaft. „Ich hoffe, dass das Konzept die Bürgschaft rechtfertigt“, erklärt Dahms. Wichtig sei für die Mitarbeiter, dass es zunächst weitergehe. Unklar sei, wie das Unternehmen gerettet werden soll, so der Gewerkschafter.

Amtsgericht hatte Geschäftsführung ihrer Ämter enthoben

In der vergangenen Woche hatte das Amtsgericht Neubrandenburg die Eigenverwaltung der Insolvenz aufgehoben und damit die bisherige Geschäftsführung um Stefan Blaschak ihrer Ämter enthoben. Seither führt der Berliner Insolvenzanwalt Ralf Rattunde die Geschäfte weiter. Für den Kauf des Unternehmens hatten sich zwei Bewerber interessiert, unter anderem der Gründer des Unternehmens.

Die Gewerkschaft NGG hatte die Umwandlung in ein reguläres Insolvenzverfahren begrüßt. Für die Schieflage sei insbesondere Geschäftsführer Stefan Blaschak verantwortlich. Der war Anfang 2018 angetreten und schloss kurz darauf die Produktionsstätte in Gägelow bei Wismar. Die Geschäfte in den Filialen liefen immer schlechter. In der Firmenführung herrschte zuletzt offenbar Wirrwarr. Die Schließung dutzender Filialen in Brandenburg und Berlin musste wieder rückgängig gemacht werden.

Von Thomas Luczak

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