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Brandenburg Mehdorn zeigt Abgeordneten den BER
Brandenburg Mehdorn zeigt Abgeordneten den BER
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19:12 16.09.2013
Ganz so voll wie auf dem Bild vom Familienfest war es am Montag wohl nicht, als Hartmut Mehdorn die Abgeordneten des BER-Sonderausschusses über die Flughafenbaustelle führte. Im Gegensatz zum Familienfest am Wochenende waren beim Rundgang am Montag keine Pressevertreter zugelassen. Quelle: dpa
Schönefeld

Brandenburgische Landtagsabgeordnete haben am Montag die Baustelle des neuen Hauptstadtflughafens besichtigt. Dabei sei es um die Möglichkeiten zu einer Teileröffnung und zur Erweiterung des Airports in Schönefeld gegangen, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Sonderausschusses für den Flughafen BER, Christian Görke (Linke), der Nachrichtenagentur dpa. Flughafenchef Hartmut Mehdorn habe die Parlamentariergruppe geführt. 

Noch ist der Hauptstadtflughafen ein totes Gebilde aus Beton, Stahl und Glas. Tausende Besucher hauchten ihm am Samstag erstmals Leben ein. Mit dem regulären Betrieb wird es noch etwas dauern.

Mehdorn plant für das nächste Jahr einen Testbetrieb mit höchstens zehn Starts und Landungen am Tag. Dafür müsste der eigentlich als Wartehalle konzipierte Nordflügel mit Gepäckbändern und Abfertigungsschaltern ausgerüstet werden. Er soll laut Mehdorn bis zum Jahreswende fertig sein. Weitere Themen bei der Visite der Landtagsabgeordneten waren laut Görke die Entwässerungseinrichtungen des Flughafens und das Abschiebegefängnis für Asylsuchende.

Der Fraktionschef der Linken hielt sich mit einer Bewertung des Gesehenen zurück und bemerkte, es gebe keinen neuen Erkenntnisse. Die oppositionelle CDU-Fraktion nahm nicht an dem Besuch der Baustelle in Schönefeld (Dahme-Spreewald) teil. Ihr Fraktionsvorsitzender Dieter Dombrowski begründete dies damit, dass dazu entgegen einer ersten Zusage von Mehdorn keine Presse zugelassen worden sei. „An Geheimsitzungen nehmen wir nicht teil”, sagte Dombrowski. 

Flughafen-Sprecher Ralf Kunkel verwies im Gegenzug darauf, dass die Teilnehmerzahl aus Sicherheitsgründen habe beschränkt werden müssen. Der Landtag habe sich jedoch außerstande gesehen, bei der Zulassung von Journalisten eine Auswahl zu treffen. Ein Teilnehmer aus der Landtagsgruppe, der nicht genannt werden wollte, sprach nach der Visite von „blanker Zeitverschwendung”.

dpa

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