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Brandenburg Mehr Anmeldungen: Jugendweihe liegt im Trend
Brandenburg Mehr Anmeldungen: Jugendweihe liegt im Trend
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17:25 07.11.2014
POTSDAM

Und auch die Arbeiterwohlfahrt freut sich über mehr Nachfrage: 2012 gab es 773 Anmeldungen zur Jugendweihe, dieses Jahr sind es 1009. Eine Gesamtteilnehmerzahl für Brandenburg gibt es nicht, da die Feiern dezentral organisiert werden.

Der Humanistische Verband führt die Beliebtheit der Jugendweihe auf eine Renaissance alter Bräuche zurück. „Es gibt einen Trend, sich mit Tradition und Ritualen auseinanderzusetzen“, sagt Sprecher Thomas Hummitzsch. Ihre Feierstunden nennen die Humanisten allerdings „Jugendfeier“, um sich von der politisch instrumentalisierten DDR-„Jugendweihe“ zu distanzieren.

Anja Gladkich, Geschäftsführerin des Jugendweihe-Vereins, sieht die Jugendweihe zunehmend als „Integrationsfest“, das Schüler mit ausländischen Wurzeln mit ihren Mitschülern verbinde. Gladkich schätzt, dass 60 Prozent eines Jahrgangs Jugendweihe feiern.

Gleichwohl ist auch die Konfirmation, feierliche Segenshandlung der evangelischen Kirchen beim Übertritt ins Erwachsenenleben, verbreitet. Nach einem prozentualen Anstieg seit 2001 rechne sie auch 2013 „mit einem leichten Aufwärtstrend“, sagt Heike Krohn, Sprecherin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz. 2011 seien 2398 Jugendliche in Brandenburg konfirmiert worden. Laut Statistikamt waren das 12,6 Prozent des Jahrgangs 1997.

Die katholische Firmung bleibt selten. „Im Durchschnitt haben wir jedes Jahr 250 bis 300 Teilnehmer“, sagt Stefan Förner, Sprecher des Erzbistums Berlin, zu dem die 65 000 Brandenburger Katholiken gehören.

Noch ungewöhnlicher ist in der Mark die „Lebenswende“ – ein Angebot der katholischen Kirche für Ungetaufte. In Brandenburg gibt es derartige Feiern nach MAZ-Recherchen nur in Fürstenwalde (Märkisch-Oderland) im katholischen Schulzentrum Bernhardinum. (Von Viktoria Bittmann)

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