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Brandenburg Mehr Kosten für Pappbecher „To Go“
Brandenburg Mehr Kosten für Pappbecher „To Go“
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17:39 27.07.2017
Zu viele Pappbecher als Abfall, findet das Studentenwerk Quelle: weixx - Fotolia
Potsdam

Das Studentenwerk Potsdam sagt dem Gebrauch von Pappbechern den Kampf an. Ab Monatsbeginn gelten in den Mensen und Cafeterien neue Preise für Kaffee und Tee. Der Griff zum To-Go-Pappbecher wird dann für die bequemeren Kunden 10 Cent teurer. „Das ist nur ein weiterer logischer Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit“, erklärt Peter Heiß, Geschäftsführer des Studentenwerkes Potsdam. „Wir können es einfach nicht mehr vertreten, dass täglich etwa 1500 Pappbecher nach fünf Minuten Genuss im Müll landen.“

Das Studentenwerk versucht schon seit Jahren den ökologischen Kollateralschäden der „To-Go“-Mode beizukommen. Im Jahr 2012 rief das Studentenwerk einen Plakatwettbewerb „Tasse statt Pappbecher – Der Umwelt zuliebe“ aus. „Mehrere eingereichte Plakate hängen seitdem in unseren Mensen und Cafeterien aus“, sagt die Sprecherin des Studentenwerks, Katrin Zinke.

Zumindest die Zahlen der folgenden Jahre könnten vermuten lasen, dass die Aktion erfolgreich war. Kamen in Potsdam, Wildau und Brandenburg/Havel im Jahr 2015 noch rund 500000 Pappbecher zum Einsatz, waren es ein Jahr später nur noch rund 270000 Pappbecher. Merklich gestiegen sei der Einsatz seitdem nicht mehr. Allerdings reicht das dem Studentenwerk nicht aus. „Der Verkauf an Getränken im Einwegbecher ist aktuell immer noch sehr hoch und muss reduziert werden“, so Zinke. Daher der Aufpreis.

Schon im Wintersemester will das Studentenwerk auch Mehrwegbecher verkaufen. Derzeit lässt es auf Facebook über fünf mögliche Modelle abstimmen. Trendsetter ist das Studentenwerk Potsdam mit seiner umweltbewussten Aktion aber nicht. Gäste der Studentenwerke Berlin erhielten schon 2015 einen Rabatt von fünf Cent auf ihr Getränk der Wahl, wenn sie einen Mehrweg-Becher oder den sogenannten Campus-Cup mitbrachten. Umgekehrt hatten die Berlin Studentenwerke schon damals notorische Pappbecher-Liebhaber mit Zehn Extra-Cent abgestraft. Der Erfolg der Aktion hat nicht zuletzt auch Potsdam inspiriert.

Immerhin holt man aber dafür in den Potsdamer Mensen auch auf anderen Öko-Feldern gut auf. Die Verpackungen insgesamt seien in den hochschulgastronomischen Einrichtungen schon stark reduziert worden, indem nicht mehr jedes Baguette oder Stück Kuchen in Folie eingewickelt werde, erläutert Zinke. Ferner achteten die Großküchen darauf, möglichst frische, regionale und weitestgehend saisonale Lebensmittel zu beziehen.

Von Rüdiger Braun

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