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Brandenburg Michael Stübgen: Pfarrer, Staatssekretär, CDU-Chef
Brandenburg Michael Stübgen: Pfarrer, Staatssekretär, CDU-Chef
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18:51 06.09.2019
Seit 1990 ist Michael Stübgen (CDU) Mitglied des Bundestags. Quelle: Friedrich Bungert
Potsdam

Vielleicht hilft Michael Stübgen ja seine christliche Prägung und das Studium der Theologie bei seiner neuen Aufgabe: Der 59-Jährige ehemalige Pfarrer aus Lauchhammer soll die CDU mit sich selbst versöhnen und ihr den rechten Weg weisen nach dieser verheerenden Wahlniederlage. Stübgen wird die Parteiführung kommissarisch übernehmen, nachdem Parteichef Ingo Senftleben am Freitag seinen Rückzug von allen Parteiämtern angekündigt hatte.

Michael Stübgen kann getrost als Urgestein der märkischen CDU bezeichnet werden: Seit 1990 sitzt er im Bundestag, wo er seinerzeit als Pfarrer in bester prominenter Gesellschaft war. Es war die Zeit, in der Geistliche wie Rainer Eppelmann. Peter Hintze (beide CDU) und und Markus Meckel (SPD) und im Bundestag saßen. Politisch hat sich Stübgen vor allem als Europapolitiker profiliert.

Als Ostbeauftragter im Gespräch

Nach der Bundestagswahl 2017 war er auch als Ostbeauftragter der Bundesregierung im Gespräch. Die Wahl von Bundeskanzlerin Angela Merkel fiel dann aber auf Stübgens Parteifreund Christian Hirte. Stattdessen rückte Stübgen als parlamentarischer Staatssekretär ins Bundeslandwirtschaftsministerium auf. 

Stübgen wurde 1959 in Lauchhammer geboren, er studierte in der DDR evangelische Theologie und arbeitete als Pfarrer. Anfang 1990 trat er in die CDU ein und wurde im gleichen Jahr Bundestagsabgeordneter. Vehement mahnte er immer wieder an, dass es für die Lausitz und die dort lebenden Menschen eine Zukunft auch nach dem Ende der Braunkohle geben müsse.

Träger des Bundesverdienstkreuzes

Die Zukunft der Brandenburger CDU sieht Stübgen in einer Koalition, nicht in der Opposition. Er wolle einen „Beitrag zu Stabilität und Verantwortung“ leisten, sagte er am Freitag. Seine dringlichste Aufgabe, das sieht er selbst so, ist es, die CDU als stabilen Partner in eine solche Koalition zu führen.

Stübgen ist bekennender Christ, aber durchaus liberal. Bei der Abstimmung über die sogenannte Ehe für Alle stimmte er für eine Gleichstellung der Ehe unter Gleichgeschlechtlichen. Zwar kritisierte er das parlamentarische Hau-Ruck-Verfahren. Er sei aber persönlich zu der Auffassung gelangt, dass der Rechtsstaat Homosexuellen das Institut der Ehe nicht verweigern dürfe. Deshalb habe er zugestimmt.

Stübgen ist verheiratet und hat drei Kinder. 2013 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Von Torsten Gellner und Ulrich Wangemann

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