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Brandenburg Mindestens zwei Todesopfer aus Brandenburg
Brandenburg Mindestens zwei Todesopfer aus Brandenburg
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09:40 22.12.2016
Quelle: dpa
Potsdam

Unter den bislang zwölf Todesopfern des mutmaßlich islamistisch motivierten Terroranschlags in Berlin befinden sich nach derzeitigem Erkenntnisstand auch zwei Personen aus dem Bundesland Brandenburg, teilte das brandenburgische Innenministerium am Mittwochnachmittag mit.

Innenminister Karl-Heinz Schröter bestätigte, dass es sich bei den Toten um einen 32-jährigen Mann aus Brandenburg an der Havel sowie eine 53-jährige Frau aus dem Landkreis Dahme-Spreewald handelt. Darüber hinaus wurde ein 37-jähriger Mann aus Potsdam bei dem Anschlag verletzt. Er befindet sich derzeit noch in stationärer Behandlung in einem Berliner Krankenhaus. Unter den Verletzten ist nach MAZ-Informationen auch mindestens ein Mitarbeiter von Rolls-Royce in Dahlewitz (Teltow-Fläming). Mehrere Angestellte hatten am Montag auf dem Weihnachtsmarkt gefeiert.

Schröter sprach den Angehörigen der Opfer sein tief empfundenes Beileid aus und wünschte dem verletzten Potsdamer eine möglichst gute und schnelle Genesung.

Weitere Opfer aus Brandenburg nicht ausgeschlossen

„Unsere schlimmsten Befürchtungen sind mit dem Anschlag in Berlin wahr geworden und die unmittelbaren Folgen des Terrors gehen auch an unserem Bundesland nicht vorbei. Ich bin darüber sehr betroffen“, so der Minister.

Schröter fügte hinzu, dass derzeit noch nicht sicher ausgeschlossen werden könne, dass sich unter den Toten und Verletzten noch weitere Personen aus Brandenburg befinden könnten. Dazu blieben die Ergebnisse der laufenden Prüfungen in Berlin abzuwarten.

„Es kann mittlerweile als sicher gelten, dass der Anschlag in Berlin islamistisch motiviert war. Dafür sprachen schon gestern das ausgewählte Ziel und die Art der Tatbegehung. Mittlerweile liegt auch ein Bekenntnis des IS vor, dass mit großer Wahrscheinlichkeit als authentisch zu bewerten ist. Für die Sicherheit der Menschen in Deutschland stellt der Islamismus derzeit die größte Bedrohung dar“, sagte Schröter weiter.

Die am Dienstag bekannt gegebenen Maßnahmen der Polizei in Brandenburg bleiben weiterhin in Kraft. „Die Polizei wird weiterhin verstärkt Präsenz zeigen, Weihnachtsmärkte werden gesondert gesichert, die Polizeipräsenz am Flughafen Schönefeld wurde erhöht und die laufenden Fahndungsmaßnahmen werden von uns in jeder Hinsicht unterstützt“, sagte Schröter.

Ministerpräsident zeigt sich erschüttert

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat tief erschüttert auf den Tod zweier Menschen aus Brandenburg bei dem Anschlag in Berlin reagiert. „Es ist furchtbar, zwei Landeskinder bei einem Terroranschlag verloren zu haben. Meine große Anteilnahme gilt ihren Angehörigen. Mit den Gedanken bin ich bei ihnen“, sagte Woidke am Mittwoch in Potsdam.

Zugleich wünschte er dem Verletzten aus Brandenburg rasche Genesung. „Mein Beileid gilt aber auch den Menschen in Deutschland und Polen und anderer Nationen, die bei dem heimtückischen Angriff ihnen nahestehende Personen verloren haben“, erklärte Woidke.

Von MAZonline

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