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Brandenburg Ministerin: Beitragsfreie Kita für Brandenburg kommt
Brandenburg Ministerin: Beitragsfreie Kita für Brandenburg kommt
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17:13 19.01.2018
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Potsdam

Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) will sich für eine komplett beitragsfreie Kita einsetzen. „Kitas sind Bildungseinrichtungen. Bildung soll nichts kosten“, sagte sie. „Wir wollen die Familien daher entlasten.“

Die von der rot-roten Landesregierung angekündigte Beitragsfreiheit des letzten Vorschuljahres ab 1. August sei nur ein erster Schritt, sagte Ernst am Freitag bei einer Pressekonferenz. Dafür sind Kosten in Höhe von rund 40 Millionen Euro eingeplant. „Das ist der Einstieg in die Beitragsfreiheit“, sagte die Ministerin, die seit gut 100 Tagen im Amt ist. Es war ihre erste größere Pressekonferenz, nachdem sie im September die Nachfolge von Günter Baaske (SPD) angetreten hatte, der aus familiären Gründen zurückgetreten war.

Betreuungsschlüssel wird deutlich verbessert

Einen Zeitplan, bis wann die Beiträge für alle Altersstufen vollständig vom Land übernommen werden sollen, nannte Ernst nicht. „Es sind erhebliche Investitionen, die wir nur schrittweise tätigen können“, erklärte sie. Parallel zur Beitragsentlastung solle auch die Qualität in den Kindergärten steigen. So sei bereits der Personalschlüssel in den Krippen von 1 zu 6 auf 1 zu 5 verbessert worden, wonach sich also – theoretisch – eine Erzieherin um fünf Kinder kümmert. Bei den Kitas soll in diesem Jahr der Schlüssel auf 1 zu 11 verbessert werden (derzeit noch 1:11,5). Laut Ernst strebt das Land auf längere Sicht hier noch deutliche Verbesserungen an: In grob zehn Jahren, so die Ministerin, sollen die Schlüssel in der Krippe bei 1 zu 3 und in den Kitas bei 1 zu 8 liegen. Doch dazu wären erhebliche Neueinstellungen nötig – und Erzieher sind schon jetzt rar. Ernst kündigte eine Fachkräfteanalyse an.

Opposition fordert längere Öffnungszeiten

Die Opposition forderte ebenfalls mehr Personal für die Kitas. CDU und Grüne legten einen gemeinsamen Antrag vor, der die Finanzierung von längeren Kita-Öffnungszeiten zum Ziel hat. Mit mehr Erziehern – die Rede ist von rund 1700 Stellen – soll dies gewährleistet werden. „Eltern mit einem langen Arbeitstag haben entweder Schwierigkeiten, Kitas mit passenden Öffnungszeiten zu finden – oder sie erleben in Randstunden oft zu große Gruppen“, sagte Gordon Hoffmann, Bildungsexperte der CDU. Das Kita-Gesetz müsse entsprechend geändert werden, damit es in der „Wirklichkeit der Brandenburger Familien“ ankomme. Marie Luise von Halem (Grüne) verwies darauf, dass die offiziellen Betreuungsschlüssel oft nur auf dem Papier existierten und die Situation in der Praxis meist schlechter sei.

Britta Ernst schloss eine Verbesserung der Öffnungszeiten nicht aus, warnte aber vor überzogenen Erwartungen. „Wir müssen darüber diskutieren, wann wir was machen. Dass etwas in dieser Richtung passieren muss, ist unstreitig“, sagte sie. Wenn alle Wünsche umgesetzt würden – von der Beitragsfreiheit bis hin zu längeren Betreuungszeiten – müsse das Land gut eine Milliarde Euro im Jahr dafür aufwenden, schätzte Ernst.

> Beitragsfreies Kitajahr: Das müssen Sie wissen

Von Torsten Gellner

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