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Brandenburg Missbrauch in Kindereinrichtungen: Brandenburg plant Beratungsstelle
Brandenburg Missbrauch in Kindereinrichtungen: Brandenburg plant Beratungsstelle
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16:54 31.01.2020
Die Straftaten ereigneten sich in Kindergärten, Kinderhorten sowie Kinder- und Jugendheimen. Quelle: picture alliance/Jens Büttner/dpa
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Potsdam

Dort könnten sie Beschwerden vorbringen, teilte das Ministerium auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion mit. Zuvor hatten die „Potsdamer Neuesten Nachrichten“ darüber berichtet.

Insgesamt wurden laut den jüngsten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik im Jahr 2018 landesweit 581 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern unter 14 registriert. 18 Fälle davon ereigneten sich in Kinder- und Jugendeinrichtungen. Eine ähnliche Zahl erfassten die Behörden in jedem Jahr seit 2009 - mit Ausnahme von 2016, als 44 Fälle aktenkundig wurden.

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108 Tatverdächtige waren minderjährig

Die Straftaten ereigneten sich in Kindergärten, Kinderhorten sowie Kinder- und Jugendheimen. Bei dem überwiegenden Teil der mutmaßlichen Täter handelte es demnach sich um Kinder und Jugendliche, die selbst die Einrichtungen besuchten. 108 der 165 Tatverdächtigen im Berichtszeitraum waren minderjährig, 10 weitere waren zwischen 18 und 21 Jahre alt. In 13 Fällen waren die Tatverdächtigen weiblich.

Die Aufklärungsquote schwankte im Berichtszeitraum zwischen 75 und 100 Prozent. Lediglich im Jahr 2010 konnten der Statistik zufolge alle Fälle aufgeklärt werden.

SPD, CDU und Grüne hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, ein Kinderschutzgesetz zu erarbeiten. Außerdem soll ein Landesbeauftragter dafür eingesetzt werden.

Von RND/dpa