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Brandenburg Land verbietet umstrittenes Kita-Spiel „Original Play“
Brandenburg Land verbietet umstrittenes Kita-Spiel „Original Play“
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09:42 31.10.2019
Das Land untersagt ein umstrittenes Kita-Spiel. Quelle: Friso Gentsch/dpa
Potsdam/Berlin

In Brandenburger Kitas ist das umstrittene Pädagogikspiel „Original Play“ verboten. In einem aktuellen Schreiben weist Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) die Kita-Träger des Landes darauf hin, dass die Anwendung der umstrittenen Erziehungsmethode, die auf den amerikanischen Spieleforscher Fred Donaldson zurückgeht, nicht durch die Betriebserlaubnis gedeckt ist. Die Methode dürfe in märkischen Kitas nicht angewiesen werden, hieß es aus dem Ministerium.

Bei dem Spiel „Original Play“ sollen Erwachsene – Kita-Mitarbeiter aber auch Fremde – mit den Kindern in engem Körperkontakt rangeln und kuscheln. Dabei bestehe die Gefahr, „dass gegenüber den Kindern das angemessene Nähe-Distanz-Verhältnis nicht gewahrt wird“, teilte das Ministerium mit. „Dies ist aus Sicht des Kinderschutzes höchst bedenklich und legt das Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung nahe“, hieß es.

Missbrauch in Kreuzberger Kita

Auch die Berliner Senatsverwaltung für Bildung hat das Pädagogik-Konzept verboten. Vergangene Woche hatte die ARD-Sendung „Kontraste“ darüber berichtet, dass sich Eltern zweier Kitas in Berlin und Hamburg über das distanzlose Spiel beschwert hatten. Ihre Kinder hätten bei dem Spiel sexuelle Gewalt erfahren, hieß es in diesem Bericht.

2018 waren in einer Kreuzberger Kita Missbrauchsvorwürfe im Zusammenhang mit „Original Play“ laut geworden. Die Kita nahm daraufhin von dem Konzept Abstand.

Das Thema soll auf Initiative der Brandenburger Kita-Aufsicht auch im Rahmen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter diskutiert werden.

Von Torsten Gellner

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