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Brandenburg Nach spektakulärem Raub in Dresden: Sind Brandenburgs Schlösser sicher?
Brandenburg Nach spektakulärem Raub in Dresden: Sind Brandenburgs Schlösser sicher?
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17:29 25.11.2019
Das Neue Palais im Schlosspark Sanssouci in Potsdam. (Symbolbild) Quelle: dpa-Zentralbild
Potsdam/Berlin

Die Sicherung von Schlössern und Museen beschäftigt die Verantwortlichen der Einrichtungen dauerhaft. „Sicherheit ist für uns immer ein Thema“, sagte der Sprecher der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG), Frank Kallensee, am Montag in Berlin. „Soweit es möglich ist“ würden die Häuser personell wie technisch überwacht.

Mit Blick auf den Einbruch in die berühmte Schatzkammer Grünes Gewölbe in Dresdens sagte Kallensee: „Hundertprozentige Sicherheit gibt es offensichtlich nicht.“ Auch mit Blick auf die zahlreichen Liegenschaften der Stiftung in Brandenburg und Berlin sein dies eine große Herausforderung. Die jährlichen Aufwendungen für personelle und technische Sicherheit bezifferte Kallensee auf etwa 7,5 Millionen Euro.

Goldmünze aus Berliner Museum bleibt verschwunden

Der Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden, bei dem Kunstschätze von kaum messbarem Wert gestohlen wurden, weckt Erinnerungen an den spektakulären Diebstahl der großen Goldmünze aus dem Berliner Bodemuseum. Das millionenteure Exemplar bleibt bis heute verschwunden. Die Anklagebehörde in der Hauptstadt gehe davon aus, dass die Münze zerstückelt und verkauft wurde, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Montag.

Wie bei dem Kunstdiebstahl aus dem Grünen Gewölbe in Dresden am frühen Montagmorgen sollen die Berliner Täter über ein Fenster in das Museum eingestiegen sein. In beiden Fällen wurde nach Polizeiangaben eine Glasvitrine zertrümmert, um an die wertvollen Gegenstände zu kommen. Sowohl in Berlin als auch in Dresden wurde niemand verletzt. Die Berliner Diebe sollen über ein Fenster mit defekter Alarmsicherung ins Museum gekommen sein.

Dresdner Ermittler wollen Kontakt nach Berlin suchen

Auf der Suche nach den Tätern in Dresden wollten dortige Ermittler nach eigenen Angaben auch Berliner Kollegen kontaktieren.

Am Berliner Landgericht läuft seit Januar ein Prozess gegen vier Verdächtige. Die Angeklagten schweigen haben sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Somit konnte auch nicht erhellt werden, was aus der Beute wurde. Die Männer sollen in der Nacht zum 27. März 2017 die 100 Kilogramm schwere Münze „Big Maple Leaf“ mit einem damaligen Goldwert von knapp 3,75 Millionen Euro gestohlen haben.

Drei der deutschen Angeklagten gehören einer arabischstämmigen Großfamilie an. Der vierte Angeklagte soll zuvor als damaliger Wachmann in dem Museum Tipps gegeben haben.

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Von RND/dpa/iro

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