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Naturschutz: Brandenburg soll doppelt so viel Wildnis-Fläche bekommen

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14:00 28.02.2021
ARCHIV - 17.05.2020, Brandenburg, Luckenwalde: Eine Kiefer steht neben der etwa neun Hektar große Binnendüne im Wildnisgebiet der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg im Wandergebiet Wurzelberg.
ARCHIV - 17.05.2020, Brandenburg, Luckenwalde: Eine Kiefer steht neben der etwa neun Hektar große Binnendüne im Wildnisgebiet der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg im Wandergebiet Wurzelberg. Quelle: Soeren Stache/dpa-Zentralbild
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Potsdam

Brandenburg will mit Mitteln des Bundes seine Wildnis-Fläche verdoppeln. Mit insgesamt rund 30.000 Hektar gelten ein Prozent der Fläche Brandenburgs als Wildnisgebiete. Dies habe das Bundesumweltministerium jetzt bestätigt, teilte das Landesumweltministerium am Sonntag mit. Nun können Mittel des Bundes aus dem sogenannten Wildnisfonds für den Erwerb weiterer Flächen beantragt werden, erklärte das Ministerium.

Im Koalitionsvertrag hätten sich SPD, CDU und Grüne verpflichtet, auf insgesamt zwei Prozent der Landesfläche dauerhaft Wildnisgebiete zu entwickeln, in denen sich die Natur frei entfalten könne, so das Ministerium.

Freilandlabore für die Erforschung des Klimawandels

„Wildnisgebiete sind ein wichtiger Baustein, um die biologische Vielfalt zu erhalten und zu entwickeln“, sagte Landesumweltminister Axel Vogel (Grüne). Sie seien Rückzugsräume für Arten, die in der genutzten Kulturlandschaft nicht mehr leben könnten. „In diesen Freilandlaboren können wir erforschen, wie der Klimawandel die Entwicklung von Pflanzen- und Tiergesellschaften beeinflusst und wie bedeutend die Gebiete im landesweiten Netz für den Verbund der Lebensräume sind“, erklärte der Minister.

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Grundgerüst der Wildnisgebiete in Brandenburg sind naturnahe Wälder, ehemalige Truppenübungsplätze und Bergbaufolgelandschaften. Brandenburgs größte Wildnisgebiete liegen auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Jüterbog und im Nationalpark Unteres Odertal jeweils mit mehreren tausend Hektar.

Von dpa

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