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Brandenburg Als Linda Teuteberg bei Stefan Raab siegte
Brandenburg Als Linda Teuteberg bei Stefan Raab siegte
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00:22 20.04.2019
Die Bundestagsabgteordnete Yvonne Ploetz (Linke, l-r), der Moderator Stefan Raab und die Abgeordnete Linda Teuteberg (FDP) im Jahr 2013. Quelle: Henning Kaiser/dpa
Potsdam

Die Nominierung der Potsdamerin Linda Teuteberg als neue FDP-Generalsekretärin ist ein Signal der Partei für die anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland. Dort wird in Brandenburg, Sachsen und Thüringen gewählt. Teuteberg würde die bisherige Generalsekretärin Nicola Beer ablösen, die als Spitzenkandidatin in die Europawahl am 26. Mai geht.

Damit rückt eine weitere Brandenburgerin auf der bundespolitischen Bühne nach vorne. Vor gut einem Jahr war die Potsdamerin Annalena Baerbock zur Bundesvorsitzenden der Grünen gewählt worden. AfD-Fraktionschef Alexander Gauland stammt ebenfalls aus Potsdam. Und in Schloss Bellevue residiert Frank-Walter Steinmeier, der seinen Wahlkreis zuvor in Brandenburg an der Havel hatte.

Sieg bei Stefan Raab

Teuteberg, die in Storkow (Oder-Spree) aufwuchs und in Potsdam Jura studierte, sorgte schon in ihrer Zeit als Landtagsabgeordnete (2009 bis 2014) bundesweit für Aufsehen. Während sie in der eigenen Fraktion durchaus umstritten war, überzeugte sie mit ihrem Auftritt bei der Polit-Talkshow „Absolute Mehrheit“ von Stefan Raab: Die Zuschauer von Pro Sieben wählten die damals 31-Jährige Teuteberg mit 39,9 Prozent der Stimmen zur überzeugendsten Politikerin.

Die Themen der Sendung könnten heute noch aktuell sein: Tugendrepublik Deutschland, Frauenquote und Mietpreisexplosion. Auf dem Sofa saßen noch die damalige Bundestagsabgeordnete und heutige Staatssekretärin Dorothee Bär (CSU) sowie Katja Dörner (Grüne) und Yvonne Ploetz (Linke). Die Fernsehzuschauer stimmten per Telefon und SMS darüber ab, wer sie am meisten überzeugte.

Mehr zu Linda Teuteberg:

Potsdamerin Linda Teuteberg soll neue FDP-Generalsekretärin werden

Gezögert, als Raabs Einladung kam

Linda Teuteberg ließ sich damals von Moderator Stefan Raab nicht aus der Ruhe bringen, auch nicht als der fragte: „Habe ich schon gesagt, dass Sie fantastisch aussehen?“

Sie habe kurz gezögert, ob sie die Einladung annehmen soll, gestand Teuteberg damals der MAZ. „Ich weiß, dass viele die Sendung kritisch sehen. Aber Politik ist nun mal eine öffentliche Angelegenheit, und deshalb sollte man ein bestimmtes Publikum nicht von vornherein meiden.” Also sagte sie zu — und siegte.

Hätte Teuteberg damals mehr als 50 Prozent der Stimmen geholt, also die absolute Mehrheit, hätte sie 200.000 Euro gewonnen. So landete das Geld im Jackpot. Schon in der ersten Folge der damals neuen Sendung hatte ein FDP-Politiker gesiegt: Wolfang Kubicki, der später eine Art Mentor für Linda Teuteberg wurde.

Die Sendung „Absolute Mehrheit“ hatte nur eine kurzes Dasein, sie lief nur knapp ein Jahr.

Von Torsten Gellner

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