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Brandenburg BASF in Schwarzheide auf Wachstsumskurs
Brandenburg BASF in Schwarzheide auf Wachstsumskurs
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00:24 16.03.2019
Herstellung von Biopolymeren bei BASF in Schwarzheide Quelle: Steffen Rasche
Schwarzheide

Jürgen Fuchs, der Vorsitzende der Geschäftsführung von BASF Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz), sieht den Standort im Süden Brandenburgs „eindeutig auf Wachstumskurs“. Die Produktionsstätten sollen in den kommenden Jahren signifikant ausgebaut werden, auch entstehen in Schwarzheide neue Jobs „in größerem Umfang“. Das kündigte Fuchs auf der Jahrespressekonferenz am Mittwoch an. Er sprach von einer Wechselbeziehung zwischen dem Standort und der vom Strukturwandel geprägten Region: „Nur wenn es der Lausitz gut geht, kann es dem Unternehmen gut gehen – und umgekehrt.“

2018 sei für BASF global „nicht zufriedenstellend gelaufen“, räumte Fuchs ein. Umso wichtiger sei das Bekenntnis der Konzernführung in Ludwigshafen für Schwarzheide. 2018 investierte BASF in der Lausitz 148 Millionen Euro, um bestehende Produktionsanlagen auf Vordermann zu bringen. Alleine 70 Millionen kostete die Modernisierung des werkseigenen Gaskraftwerks. Weitere 150 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in neue Anlagen investiert werden.

Während BASF den benötigten Strom derzeit zu 100 Prozent aus fossilen Brennstoffen produziert, soll die Energiebilanz mittelfristig besser werden, kündigte Fuchs an. Vorausgesetzt, die politischen Rahmenbedingungen stimmen. Zwar gibt es im Zehn-Kilometer-Radius um das BASF-Geländes drei Solarparks und knapp 60 Windräder. Der Zukauf von regionalem Wind- oder Sonnenstrom rechne sich aber nur, „wenn wir dafür nicht die EEG-Umlage zahlen müssen“, so der Geschäftsführer. Andernfalls verdopple oder verdreifache sich der Strompreis. Der gesamte BASF-Konzern hat sich das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2030 ohne Co2-Ausstoß zu produzieren.

Nichts Neues von den Batterien

Ob zu dem Investitionspaket in Schwarzheide auch der Bau einer neuen Batteriefabrik für Elektroautos gehören wird, ließ Fuchs offen. „Wir kämpfen um diese Fabrik“, sagte er, die Entscheidung in der BASF-Konzernzentrale falle voraussichtlich im Sommer. Den Zuschlag für die erste von zwei BASF-Batteriefabriken hatte Harjavalta in Finnland bekommen.

Laut BASF-Arbeitsdirektor Colin von Ettingshausen spiegelt sich die Aufbruchstimmung in Schwarzheide auch in den Jobzahlen wider. Zum Stichtag 31. Dezember 2018 arbeiteten in Schwarzheide 1973 Männer und Frauen, etwa 200 mehr als Ende 2017. In diesem Jahr werde man „mindestens 100“ neue Arbeitsplätze schaffen, dann schaffen erstmals mehr als 2000 Menschen für BASF in Brandenburg. Addiert man die Zulieferer und Dienstleister zur BASF-Stammbelegschaft, gibt es in Schwarzheide mehr als 3500 Jobs.

Werben um Fachkräfte

Etwa zehn Prozent der BASF-Mitarbeiter sind Auszubildende, branchenüblich sind fünf Prozent. „Wir bilden weit über den eigenen Bedarf aus“, sagte von Ettingshausen, Damit dem Unternehmen nicht die Fachkräfte ausgehen, hat BASF eine neue Image- und Recruiting-Kampagne gestartet. Die Menschen auf den großformatigen Werbepostern sind, darauf weist das Unternehmen hin, „echte Mitarbeiter und keine Models“.

20 der im vergangenen Jahr eingestellten BASF-Mitarbeiter gehören einem neuen Digitalisierungsteam an. Bei der digitalen Transformation sei Schwarzheide ein Vorreiter für den Gesamtkonzern, so Geschäftsführer Fuchs. Bereits im ersten Jahr habe die neue Abteilung mehrere Millionen Euro eingespielt, weil infolge smarter Produktionsprozesse weniger Rohstoffe gebraucht wurden.

Von Thorsten Keller

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